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Life on Mars? Kein neuer Hinweis auf Leben auf dem Mars oder sonstwo

Dezember 2, 2010

Riesige Verzückung bei SPON: Nasa entdeckt spektakuläre Lebensform. Nicht bei Wikileaks, sondern im Salzsee. Trotzdem TOP auf der Startseite.

Was ist passiert? Astrobiologen aus den Usa haben endlich Bakterien gefunden, die anders sind als viele andere Bakterien, und propagieren dass Leben auf anderen Planteten „also auch mit irdischen Mitteln quasi“ möglich sei. Sensation (gähn), fast so überraschend, als wenn unser VFL gegen Bielefeld verlieren würde.
Was hat die Nasa in Usa gefunden? Archaebakterien (und das ist was ganz anderes als Eubakterien, gemeinhin „Bakterien“ genannt), die in der Lage sind, Arsen (=pfui, giftig; aber dennoch als Beizmittel im Öko-Landbau zugelassen) anstelle von Phosphat zumindest teilweise zu nutzen. Angesichts der Ähnlichkeit beider Elemente in chemischer Hinsicht kein echtes Wunder. Die chemischen Bindungen, die Arsen eingeht, sind stabiler, so dass z. B. 3-Arseno-ADP von menschlichen Organismen primär nicht genutzt werden kann. Aber nur primär. Im Hinblick auf die Toxidität von Arsen bei Menschen beispielsweise gibt es das erstaunliche Phenomen, dass Menschen sich sehr wohl an Arsen gewöhnen können. Bis zur Einführung der modernen Pflanzenschutzmittel war Arsen allgegenwärtig, denn Wasser war mit Cholera und Fäkal-Bakterien verseucht, man musste Wein trinken. Der Alkoholgehalt und der niedrige pH-Wert konservierten dieses Lebensmittel, und verhinderten, dass Cholera- und andere Krankheitserreger sich darin manifestieren konnten. Der hohe Arsen-Gehalt des Weines wird ein Übriges getan haben, denn das Arsen wurde als unspezifisches Mittel gegen Pilze und Insekten eingesetzt.
Und verblieb zu einem Großteil in den Trauben, und gelangte so in den Wein. Der Arsengehalt eines Weines aus der Zeit der französischen Revolution etwa würde heutzutage jeden killen. Nicht spontan (trink und sofort-tot-umfall; wie es einige Filmprodukte aus der Krimibranche unterstellen), sondern langsam und schleichend, wobei im Laufe der Zeit ein Körperteil nach dem Anderen abstirbt. Aber an die kontinuierliche, langsam steigende Zufuhr gewisser Mengen Arsen gewöhnt sich selbst der menschliche Organismus; Arsen-Dosen, die bei uns Menschen von heute tötlich wären, hätten weder King Louie noch Robespiere gejuckt.
Umd Menschen, die viel „guten“ Öko-Wein trinken, würden es heutzutage noch nicht mal merken. Von wegen „Arsen und Spitzenhäubchen“.
Immerhin hat die Nasa aus usa schon mal die nächsten Sensationen mit Alien-Metabolismus geplant: seit frühen Jahren ist bekannt, dass aufgrund weiterer chemischer Ähnlichkeiten zwischen bestimmten Elementen auch Austausche bei den chemischen Geschwistern Schwefel/Selen und Kohlenstoff/Silicium zu erwarten sind. Zumindest bei Schwefel und dem (hochtoxischen) Selen muss es in der Nahrungsergänzungsscene prominente resistenzfälle geben.
Was soll uns diese Sensations-Enthüllung mit den „Alien“-Bakterien, die gar keine sind, also sagen? Wir sehen bei SPON Bilder von Ronald Oremland und Felisa Wolfe-Simon an irgendeinem See mit Archaebakterien drin, zusammen mit der nagenden Frage: Wenn in dem lebensfeindlichen See Bakterien existieren, was bedeutet das dann für mögliches Leben auf anderen Planeten? Mögliche Antworten: Die Aliens haben Dreck unter dem Fingernagel? Tragen einen pink Bikini? Sonnenbrille? Sommersprossen? KIK-Sonnenhüte? Oder aber geht es nur darum, wissenschaftliche Ergebnisse zu „verkaufen“? Die Sponsoren und Geldgeber sehen sowas gerne. Ich habe meine eigenen Erfahrungen damit. Und erkenne neidlos an: Damit ist uns die Nasa aus Usa um einiges voraus. Oder?

Bei den Diskussionsbeiträgen zu diesem Thema spielen Klimawandel und Klimaprophezeiungen jedenfalls eine auffallende Rolle. Epost, Westerwelle und Bahnhof 21 werden sicher noch folgen, bevor die nächste Katastrophe diese „Sensation“ versenkt.

SuperGAU für UPS

Oktober 31, 2010

DHL kann sich freuen. Jemenitische Terroristen bringen der Post-Nachfolgeorganisation in naher Zukunft ein sattes Umsatzplus. Das ist sicher, trotz aller Pannen und Pleiten, zB beim Epost.

Wie das? Konkurrent UPS ist Schuld. Und auch nicht. Denn UPs ist die arme Sau, die die Pakete mit dem Sprengstoff aus dem der jemenitischen Al-Quaida-Filiale transportiert hat. Auch wenn der Name nicht genannt wird, auf dem Video und jedem anderen Bild  ist der kackbraune Paketdienst deutlich zu erkennen.

... irgendein Paketdienst,der in Düsseldorf ein internationales Umschlagzentrum betreibt...

Der normaldeutsche/europäische, speziell aber der US-amerikanische Paketversender wird natürlich sofort folgern, wie .. „Ach nee, unser UPS arbeitet mit Bin Laden zusammen? Der Bin, der uns das schöne New York so kaputt gemacht hat? Nee, der soll meine Pakete nicht auch noch transportieren! “ Albern? Nein. Die Unternehmen wissen sehr gut, wie negativ so was wirkt. Denken wir etwas zurück an die US-Invasion im Irak 2002. Der US-amerikanische Computerhersteller Dell hatte schon 2001, also vor der Invasion eigens seinen Online-Shop um ein paar Fragen erweitert. Sofern das gewünschte Produkt nach ausserhalb der USA (denn die USA sind ja sicher und garantiert terrorfrei) versendet werden sollte, musste der Käufer noch eine Frage ehrlich beantworten: „Wird das Produkt in Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen, d.h. nuklearen Anwendungen, Raketentechnologie oder chemischen oder biologischen Waffen verwendet werden?“ Durch diese raffinierte Sicherheitsabfrage konnte und sollte natürlich nicht verhindert werden, dass sich der 11. September wiederholt, aber Dell hatte einfach Angst, dass CNN-Reporter noch vor der US Army die Zuflucht von Saddam stürmen, und finden dort – Kamm, Zahnbürste, Deo und einen Dell-Rechner. Zitat von 2002: „Wenn bei der al-Qaida in einer Tora-Bora-Höhle ein Dell-Rechner auftaucht“, so ein Dell-Manager, „hätten wir ein Problem“ (Nachzulesen bei SPON).
Und exakt das Problem hat jetzt UPS. Ihr Terrorversender Nummer 1. Immer zu Diensten, al-Quaida!
Und ein Tipp am Ende: den günstigen Toner aus dem Jemen (gibts bestimmt bei ebay-yemen online zum echten Bombenpreis) sollte man, trotz der höheren Versandkosten , besser per DHL ordern. Sonst kommt die US-Army gleich mit und baut einem die Kartusche auf die Saddam-Art ein.