Posts Tagged ‘Relegation’

Schade, Blades

Mai 28, 2015

Relegation in England: Meine zweite Heimatstadt bleibt mit den Blades in der dritten Liga. Auswärts 5:5 gespielt, trotzdem kein Aufstieg (in die englische zweite Liga). Kein Lokalderby mit Sheffield Wednesday in Sicht.

Ein kleiner Trost:
Da sollte sich der dumme Dino mal ein Beispiel dran nehmen. Für den gibts dasselbe von Elvis, ein take von 1959 passt in jeder Hinsicht besser zum Thema „Ausgestorben“.

Ach ja, und beim KSC spielen genau so viele Ex-VFLler, wie Ex-Nationalspieler beim HSV. Aber das ist ein anderes Thema.

Relegation – der Wahnsinn geht weiter!

Mai 20, 2011

Denn es geht um Alles. Wirklich Alles. Und zwar für Dresden. Wenn der VFL absteigt, steigt er einfach wieder auf. Wie immer. Wenn „Dünamö“ Dresden allerdings nicht auf steigt, dann gehts möglicherweise nicht mal zurück in Liga 3, sondern tiefer. 4. oder 5. Liga, auf ein Niveau mit Red Bull Leibzig, was wohl am allerschlimmsten wäre. Keine Perspektive, kein Geld. Folglich: Keine Lizenz. Es fehlt mindestens 1 Million Euro zur Sicherung des Etats in Liga 3. Als Zweitligist wären diese Sicherungen weitaus geringer, denn da sind die Einnahmen durch Sponsoren, Fernseh- und Internetübertragungen, und natürlich Zuschauer entsprechend höher.
Fadenscheinige Landesregierungen a la Koblenz oder Kaiserslautern, oder „Scheichs“ wie für München 60 sind nicht in Sicht, die Fans zittern und bangen. Und dabei wäre es dochfür gewisse „Fans“ einfacher gewesen, dem Verein das Geld mal eben vorzustrecken. Wie das?
Ganz einfach. Das Publikumsinteresse ist in Dresden sehr groß, und die Kartenabgabe wurde natürlich auch reglementiert. Alleine schon, damit nicht diverse Karten zu Fantasie-Preisen im Internet auftauchen. Angebote wie etwa dieses:
… gibt es natürlich trotzdem. Heinzi Huber oder werauchimmer versucht, seine Karte und die von Ihm seine Frau noch zu versilbern. „Mein erster Verkauf“, und keiner bietet. Klar, Heinzi. Das Spiel ist morgen, also Freitag, und dein Versand dauert 2 – 3 Werktage. Dienstag nächster Woche ist das Ding nur noch Altpapier wert.
Trotzdem gibt es Fans, die gewisse, und recht seltene Karten sehr honorieren:

Kostenlose, zeitnahe  Selbstabholung ist dabei NICHT das Zauberwort, denn es geht um ein sehr rares, ermäßigtes Ticket. Nur für Kinder, Behinderte und Alleinerziehende mit Migrationshintergrund und sonstige „Fälle“.


Keine Fragen mehr, klar. Aufgrund der Hooligan, Sauf- und Gewaltproblematik, speziell in Dresden, kann nämlich  nur 1 Karte für einen garantiert sicheren Platz für Kinder, Behinderte etc… vergeben werden. Rares Gut ist immer teuer. 16152 Interessenten für diese, eine Karte sprechen schliesslich für sich. Soviel Einwohner hat Osnabrück ja nicht mal, aber in Dresden interessierten sich genau so viel Kinder, Behinderte und Alleinerziehende mit Migrationshintergrund für dieses Angebot. Und zwei Bieter machten das am Ende unter sich aus. „Für die Sicherheit unsers Kindes, …“  ist uns nichts zu teuer, werden sich die Eltern oder Betreuer oder Pflegeversicherungen denken. Und bieten munter drauf los:
Bis 5.550,00 € bieten noch vier Personen auf diese Karte, dann wirds zum Duell. Endpreis: Tatsächlich 1.000 054,34 Euro. Glückwunsch, und nimm Polizeischutz zur Barzahlung bei Abholung mit.

Aber ein Schnäppchen war das nicht, und klug war das auch nicht. Für über 1 Million Euro hätte man doch als Sponsor den ganzen Verein (in Liga 3, wo die ja auch landen werden) retten, wenn nicht sogar kaufen können? Hätte dasselbe Geld, als Sponsoren- Beitrag nicht die Vereinsführung dazu veranlassen müssen, dies wertvolle Kind mit dem Hool-sicheren Papamobil ins und aus dem Stadion zu chauffieren? Und ein paar Bodyguards und etwas Panzerglas während des Spiels sind doch auch nicht so teuer.
Und falls das ein Scherz oder publicity gag war: Für wen sollte das Aufmerksamkeit erwecken? Ebay? Es muss aber ein sehr zahlungskräftiger Kunde sein, denn alleine die EBay-Gebühren von 26,50 €, zuzüglich 2% des Verkaufspreises (Artikel über 500 €) summieren sich auf 20.526,00 €. Selbst das hätte Dynamo als Sponsoring-Beitrag vermutlich besser und sinnvoller eingesetzt, als es EBay an Gebühren zu zahlen. Allein dafür hätte man schon 150 Sitzplatzkarten bei Ebay ersteigern können.

Relegation – God praise the Lord!

Mai 15, 2011

Das war ja wieder mal eine typische VFL-Saison. In den letzten 12 Jahren hat es sich immer am letzten Spieltag, bzw. seit Einführung der Relegation, auch später, entschieden, in welcher Liga gespielt wird. Für den Spielausgang in Ingolstadt hatten nur Wenige die Motivation, da noch hin zu fahren. Schlechte Aura, Aberglaube, Hoffnungslosigkeit. Nur knapp 1500 VFLler nahmen die 700 kM mit PKW oder Bus + Bier auf sich. Immerhin, die wurden direkt mit einem Sieg belohnt. Aber was gab es für Alternativen? Wirklich nur das Maidorf oder den Rosenhof zum Fernseh gucken? Nein. Wer wirklich an den VFL glaubt, nimmt Frau + Kinder, und geht mal wieder in die Kirche, um für einen Auswärtssieg zu beten.
Sehr cool. Und was ja das Tollste ist: es hat funktioniert. Und ist fast wie im Stadion. Volles Haus, wenn der VFL spielt. Es gibt zwar nur Oblaten statt Bratwurst, der Unparteiische pfeift nicht, sondern singt, die Assistenten sind schnieke Messdiener- und rinnen, es gibt konservativ gekleidete Lehrerinnen anstelle von hässlichen, rüpeligen Ordnungskräften, Glocken silberhell anstatt „You´ll never walk alone“ vor dem „Anpfiff“, und die Fangesänge sind auch anders. Was aber wohl am schwersten fällt, keine Pinkelpause nach 45 Minuten.
Und sparsamer ist der Kirchenbesuch auch. Pro Kopf 1 €uro in den Klingelbeutel, ansonsten Eintritt frei. Und Getränkekosten fallen ganz weg, dafür darf man einem alten Herren im Röckchen beim Wein trinken zusehen. Ist auch viel gesünder. Zm Abschluss gibt es Teelichter anstatt Bengalos, und schwupps – der Sieg ist unter Dach und Fach.
Nur so halten wir die Liga!