Posts Tagged ‘osnabrück’

Strange days

März 1, 2015

Ich kaufe gerne im Hasepark ein, Plus (Netto) und K+K sind nie voll und nervig. Die Hauptkunden am Nachmittag sind neuerdings die DHLler (viele davon kenne ich noch vom DPD) und das Personal ist, speziell bei K&K, extrem sympathisch und nett. Die sonstigen Kunden sind Menschen, die ich sonst nirgendwo treffe.

Was den K und K aber (traditionell?) auszeichnet, ist die Musik, die da gespielt wird, wenn man einkauft. Strange days – und dazu das passende Video.

Hasepark after Dark pur

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Mein Lieblingsvideo – Mit dem LKW in der Fußgängerzone

Oktober 17, 2014

Solange ich noch für den DPD in der Osnabrücker City die Groß- und Problemkunden fahre, ist dies mein Lieblingsvideo:

Unbenannt-2

Quantic – Time is the Enemy

Seit 100 Jahren hat sich nichts geändert. Bis auf die Mode vielleicht, und es sind weniger Pferdekutschen unterwegs. Ach ja, und die Stadtbahn…

Was tun nach der Promotion?

Oktober 2, 2014

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, diese Uni niemals wieder zu betreten, aber heute musste ich eine Ausnahme machen. Es war auch nicht mein alter Fachbereich, sondern ein ehemaliges Bankgebäude, welches die Uni in der Innenstadt gekauft oder gepachtet und top renoviert hat. Da das momentan mitten in der Großbaustelle am Neumarkt liegt, und die 10 große und sauschwere Pakete kriegten, fällt das in meine Paketzustelltour „Groß-und Problemkunden“.

Erst die Großkunden

Erst die Großkunden…

Nur wenige Kunden wissen es zu schätzen, einen promovierten Paketzusteller zu haben; viele wissen nicht mal, was das bedeutet. Die Meinung, Promotion wäre das, was man als gesellschaftliche Reintegration nach einer Haftstrafe bezeichnet, ist verbreiteter als das Wissen, dass das eine „Doktorierung“ ist.
Was anzuliefern war, waren mehrere tausend Exemplare der Broschüre „Was tun nach der Promotion“. Die waren miserabel verpackt, aber kein Paket war kaputt genug, als dass ich in der Broschüre nal hätte lesen können. Ich hätte die Sachbearbeiterin allerdings gerne gesprochen, und z. B. einen Tipp gegeben, wobei eine Promotion eher stört – aber die war noch nicht an Ihrem Arbeitsplatz. „So früh fängt die nicht an“. Es war ja auch erst 11:15 Uhr.

Dann die problemkunden

… dann die Problemkunden. Hier muss ich jetzt mit meinem neuen MAN TGL durch, am Besten ohne den zu verschrammen

Innenstadt

„Problemkunden“ sind nicht immer Psychopathen oder Messies oder so – oft einfach nur schwer zu erreichen oder zu beliefern.

Jetzt hängen Sie alle!

August 11, 2011

Mit einer gewissen Neugierde, aber ohne allzugroße Erwartungen wurden die Wahlkampfplakate der beiden noch ausstehenden Parteien für die Kommunalwahl erwartet. Und jetzt hängen Sie alle. Wer große Erwartungen hatte, sich gar klare Ansagen erhoffte, wurde erwartungsgemäß enttäuscht. Bloß nichts Konkretes, nichts versprechen: Also was ist der lokalpolitische Reisser, den die „Christlich-Demokratischen“ ins Rennen schicken?
„Pro Neumarktcenter“ wäre mal ne Ansage. „Ökostrom für die Stadtwerke“, wie wäre es damit? Oder „Kasernen zu Gewerbegebieten?“ Und weil Gegen besser zieht als Für: „Gegen Outlet-Center an der A1“, meintwegen auch noch „Neumarkt-Tunnel: Nein danke“, „Einkaufen in Osnabrück- nein Danke“, gegen die Klimazone? Alles längst gegessen, aber der dumme Wähler saugt ja jeden regionalbezogenen Brotkrümen aus der Hand der (hüstel) „Herrschenden“ gerne in sich auf.
Und bewundern dabei die Meisterwerke der Lokalpolitik, speziell der Verkehrspolitik:. An der Johannisstraße etwa machen im Wochentakt hoffnungsvolle Geschäfte auf. Aber wie etwa komme ich als potentieller Ladenbesucher aus dem Nordkreis, etwa von Bramsche aus in die Johannisstraße? Antwort: gar nicht. Ziehen Sie nach Osterkappeln oder Bohmte um, und versuchen es dann als Rechtsabbieger am Johannistorwall/Ecke Johannisstraße erneut. Ob es diese Verkehrsregelung, oder den angestrebten Laden dann noch gibt, können wir nicht garantieren. An den Taten sollt Ihr sie messen. Insofern klar, dass bei bestimmten Parteien lieber keine Lokalpolitik auf den Plakaten hängt. Eben typisch CDU.
Ach, das unverständlich, denn die Anderen haben doch Mitschuld? Zur Klarstellung: „Typisch CDU“ lautet der Slogan, der die lokalpolitische Kompetenz dieser überaus fähigen und regional fest verwurzelten Volkspartei auf den Punkt bringen soll. Dazu tanzen so ein paar Hanseln Ringelrein (vorgeschriebene Anzahl Quotenweibchen plus dem Quoten-Werktätigem mit schlecht sitzendem Helm; Rest: Lehrer), als könnten die sich noch über sich selber, und über diesen unsagbar blöden Spruch amüsieren.
Eher lachen die aber über das  „Stimmvieh“: Denn „Typisch CDU“ bedeutet konkret: schau ma mal. Welche Meinung grade mehrheitsfähig ist, da sind wir doch gleich dabei. In der Loalpolitik hat das in der Vergangenheit etwa dazu geführt, dass die durch Fukushima noch völlig verstrahlte CDU-Fraktion für die Stadt komplett auf Öko-Strom umstellen wollte. Super-Angebot der Firma XYZ. Zu einem Preis allerdings, der dem städtischen Haushalt allerdings nichts mehr als diesen besagten Ökostrom bezahlen hätte lassen. Der XYZ-Strom war so teuer (überteuert), dass sogar die Grünen, die sich sonst immer enthalten, was Politik angeht, dagegen waren. Die Lokalpresse war erst mal restlos begeistert: Grüne gegen Ökostrom, CDU dafür. Aber es hat (leider?) nicht lange gedauert, bis sagen wir mal „Details“ zu diesem konservativ-christlichen Öko-Deal, und christlich-demokratischen Beziehungen zwischen XYZ und der CDU-Spitze publik wurden. Ein klassisches „Kohle“-Kraftwerk. Typisch CDU.
Weitere Beispiele werden sicherlich noch folgen. Ich rechne fest damit, dass eine Schlagzeile wie „Windrad tötet süßen Storchenvater – Mutter und Eier hilflos“ den Atomausstieg der CDU kippen wird.
Aber was macht eigentlich die FDP? Ich hatte Plakate mit 3 + X erwartet, aber nicht mal das ist mehr das Ziel dieser in Auflösung begriffenen Partei. „Dinosaurier live erleben“ würde passen, ist aber nicht von der FDP. „Steuern rauf oder runter“? Die Schlagzeile aus dem Sonntagsblatt wäre ehrlich gewesen, was die Erwartungen der Wähler- und Wählerinnen in OS angeht. Da werden wenigstens Alternativen diskutiert. Aber geworden ist es ein ganz unverbindlicher, parteineutraler Tipp: „Wählt das Beste“. Es wird nicht näher erläutert, wer oder was“das Beste“ denn sein könnte. Die 3 + X FDP bestimmt nicht. Ich halte mich also am Wahltag an konkrete Aussagen.
Und genau deshalb wähle ich das McDonalds Job Center: „Wir brauchen dich“. Gerne. Ich komme mal vorbei, und bring auch einen Salat mit. Für was in der Politik auch immer ich gebraucht werde, ich werde da sein: Ob Innen-, Außen-, Verkehrs-, Frühstücks-, Promotions-, Verteidigungsminister; kein Problem. Und – anders als bei „Alleskönner“ Graf Xerox Guttenberg: meine Promotion ist echt!

Hängt Sie noch höher!

Juli 24, 2011

Zwei kurze Anmerkungen dazu: Hängt Sie höher!.
Zuerst mal weist die SPD Osnabrück im Sonntagsblatt darauf hin, daß alle Plakate nach bestem Wissen und Gewissen, sowie in Absprache mit Behörden und Polizei angebracht wurden. Wer sich durch ein Plakat, zum Beispiel direkt vor dem Fenster (wie in der Parkstraße) gestört fühlt, soll doch den Kandidaten anrufen, der sendet innerhalb von 24 Stunden seine Parteisoldaten aus, die klären das. Nett. Wer aber selber Hand an die Plakate legt, begeht Sachbeschädigung nach Paragraf soundso, und wird angezeigt. Nicht nett.

Und zweitens: Lokalpolitik auf dem Plakat, diesmal Meck-Pom.
Die meisten weden es eh kennen: Die Plakat-Kampagne „C wie Zukunft“ der CDU.  Die Zukunft hat ohne Zweifel viel zu bieten, nur der Buchstabe C gehört sicherlich nicht dazu. Oder ist das endlich mal ein lokalpolitischer Bezug (Kampagne „Kampf dem Vitaminmangel“, oder was anderes, was ich allerdings nicht verstehe?).

Hängt Sie höher!

Juli 23, 2011

Es muss wieder mal eine Wahl anstehen. In unserem beschaulichen Städtchen fahren ganze PKW-Kolonnen, bestehend aus Öko-Polos und Akku-Arvensis, dicken Merzedessen und rostigen Twingos rum, und halten in Kolonnenform an den unmöglichsten Stellen an. Meist auf dem Radweg. Mit Warnblinke zumindest, sofern die es denn noch tut. Dicke Lehrerinnen entsteigen diesen Personenkraftwagen, entladen niedliche Hornbach-Trittleiterchen, und krabbeln hoch, um an gewissen Bäumen, Ampelmasten und allem anderen, was geeignet aussieht, Plakate aufzuhängen. Und sich nach dem erfolgten Hängen mit der neusten Aldi-Digicam dann vor dem frischen Plakat von dem einzigen Mann, der aussieht wie ein Musiklehrer, mehrfach knipsen zu lassen. Cheese – FLASH. Manchmal ist der Musiklehrer auch auf dem Plakat dahinter zu erkennen.
Es handelt sich offensichtlich nicht um Models, die für solche lokalen Highlights wie den Entdeckertipps für den Westerkappelner Fahrradbus ,

(da scheint es außer Fahrrädern auch Kaffee und einiges mehr zum Entdecken zu geben), Tragödien wie „Nachtbus N10 von Osnabrück nach Mettingen seit 10 Jahren unterwegs“ (mit der Ankunft wird 2012 gerechnet), oder den Bramscher Teckelklub, der zur Zuchtschau einläd,  posieren. Gemäß der lokalen Monopol-Presse sind das die highlights, die unsere Stadt bewegen, oder zu bewegen haben.
Trotzdem falsch geraten, was die Intention dieser Leute mit den Autos mit der Warnblinkanlage und der Trittleiter auf den Radwegen angeht. Denn: In 6 Wochen sind Wahlen. Nur Lokalwahlen, Kommunalwahlen genannt, also keine TV-Highlights a la „Wird Obama doch noch Geld kriegen um die Usa liquide zu halten“. Sondern nur so ein Kleinkram, der nur uns hier vor Ort was angeht.  Teckel hin, Fahradbus her. Gewisse Probleme, die eine politische Lösung verlangen, gibt es schon. Umweltzone? Kasernengelände? Industrieansiedlungen im Kasernengelände? Kita-Plätze? Neumarkttunnel? Straßenbau? Neue Wohn- oder Gewerbegebiete ausweisen? Zimmersteuer? Kredite oder Bürgschaften für den VFL? Und einiges Mehr, da ist sich der Rat (CDU/FDP) weiss Gott nicht einig. Und mit dem frei gewählten OB Boris Pistorius (SPD) erst recht nicht. Sein Bruder Harald schreibt bis zur Selbstaufgabe für den VFL, das muss reichen, um Boris populär zu halten. Obwohl der VFL sowieso kein Geld von der Stadt kriegt. Kicker, Bild und Spiegel schreiben, toll, dass Wiesbaden, Sandhausen, Braunschweig oder Darmstadt dank der kommunalen Kreditgeber im Fussball Reklame für die Städte machen; Boris Pistorius (SPD) sagt: Wir haben kein Geld für den VFL, der steigt sowieso auf . Oder ab. Und damit hat er zwar jedes mal recht, aber außer dem VFL kennt bundesweit niemand irgendwas von Osnabrück (wer weiß schon, daß Reno-Schuhe oder Schlecker von hier sind?), und berichtet deshalb auch nicht über Osnabrück.

Was hängen die übergewichtigen Lehrerinnen aus den Öko-Autos denn nun an die Bäume und Ampelmasten, um den Kommunalen Wahlkampf zu befeuern, und Position zu diesen Fragen zu beziehen? Antwort: Osnabrück. Gemeinsam. Stark.  Und manchmal noch was an Text in hellrot auf hellgrün, was keine Sau lesen kann. Und, fast als wenn es peinlich wäre, ganz klein unten SPD Osnabrück.
Ist diese Dummbatzigkeit noch zu toppen? Traurige Antwort: Ja. Frage: Wie? Antwort: Komm auf die Rote Seite der Macht. Magere, verhärmte Aktivistinnen der Linkspartei haben diese Plakate vom Fahrrad aus aufgehängt. Tiefer, weil ohne Trittleiterchen. Und die wenigen Grünen, die noch nicht 100 % siegessicher sind, und die noch nicht zu sehr in „energy farming“ involved sind, sondern Zeit haben, hängen „Wir bewegen was“ auf. Mit energetisierenden Bildchen vom Windrad oder was Solarem drauf.
Merkel und deren CDU hängen vorsichtshalber erst mal gar nichts auf. Sehr cool. Diese Partei weiß, wie man Kosten minimiert. Dumme Parolen wie “ die rote Seite der Macht“, oder “ Gemeinsam. Stark“ taugen bestenfalls dazu, den Hintergrund für ein Foto mit dicken Lehrerinnen („seufz weißt du noch, damals vor der Wahl, auf der Hormbach-Trittleiter ..“)  zu geben. Echte Lokalpolitik geht anders. Die CDU 2011 denkt offensichtlich genau so praktisch wie die Bundespartei. „Wir warten auf ein Thema einer anderen Partei, das gut ankommt, übernehmen die Volksmeinung, und dann kopieren wir das einfach. Hat beim Atom doch prima funktioniert“. Vielleicht erinnert die sich auch daran, dass die lästige FDP nur deshalb im Rat sitzt, weil die bei der letzten Wahl bei den Doktorsfrauen am Westerberg satte Prozente geholt hat mit dem Plakat „Hier muss eine Ampel hin“, just an der Stelle, wo die Medizinergattinen mit ihren Geländewagen bislang jeden Sonntag morgen einen fetten Crash gebaut hatten.
DAS, liebe Leute, das  ist Lokalpolitik!! Und die FDP-Ampel steht  immer noch und funktioniert sogar meistens. Und das ist, angesichts der Tatsache, dass es sich um eine politische Entscheidung gehandelt hat, am allererstaunlichsten.

Osnastark, gemein, brücksam.

Die Killergurken werden unser Leben für immer verändern!

Mai 26, 2011

Das war eine harte Woche. Erst der Abstieg nach Relegation, die vorbildlichen Fans aus Dresden randalieren, prügeln und richten hohen Sachschaden an; dazu die allgegenwärtigen Killergurken- und Tomaten, die wie ein Damoklesschwert über der Stadt schweben. Höhnische Glückwünsche und Freude aus Münster, und aus Bielefeld, und heute dann die Razzia in der Geschäftsstelle, wobei kistenweise Unterlagen abtransportiert wurden. Niemand weiss etwas genaues, aber es wird Steuerhinterziehung vermutet, denn der Besitz von Gurken, Tomaten und ähnlichem Teufelszeug ist (noch) nicht strafbar. Auch, wenn auf dem Markt schon Gemüsefrauen als Mörderinnen beschimpft und massiv bedroht wurden. „Osnabrück möchte keine Erreger verspeisen“ fasst die NOZ diesen Sachverhalt zusammen.

Hände waschen würde reichen. Oder wassersparend und resourcenschonend mit diesen brillentuchartigen Sagrotan-Läppchen desinfizieren; was im Ekelklo die Fäkal-Colis killt, wird den Eheck schon von der Tomate beseitigen. Und auch Gurken kann man waschen und desinfizieren und schälen, aber der Experten-Tipp lautet: Niemals roh genießen. Also nehmt die ungewaschenen Dreckfinger und stopft Schlangengurke, Tomaten-Achtel, Eisbergsalat oder Melonenscheiben in Backofen oder Mikrowelle, bis alle bösen Erreger tot sind. Mit Gummihandschuhen genießen, das spart Wasser und schont die Umwelt, selbst wenn es wie Moppelkotze schmeckt und riecht.

Grillen könnte Leben retten!
Besser noch ists aber, ganz auf schädliches Gemüse zu verzichten, und nur Gegrilltes zu sich zu nehmen. Der Tagespresse sind gute Tipps zu entnehmen, wie man die Killergurken-Krise hübsch und lecker überstehen kann oder zumindest könnte.
Das launige Motto von Schlecker zum Thema Grillen ist auf Denglisch oder Engleutsch, und verursacht schon beim Lesen multikulturelles Augenbluten:
Tipp des Tages zur Gurkenkrise: Passend dekorieren. Das hilft auch über gegrillten Feldsalat hinweg. Zum Beispiel die ollen Kerzen wieder rauskramen bringt Stimmung total:
Das hebt schon mal die Stimmung, aber was braucht man eigentlich noch für den perfekten Grillabend? Logisch, im Zeichen der Killergurken nur drei Dinge:

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  • Alufolie (die halbrohe Wurst einpacken und zu Hause gar braten),
  • Trinkhalme (da passen keine Wespen durch)
  • Eiswürfelbeutel (Eiswürfel machen, Verbrennungen lindern)

Mehr nicht. Die Alufolie gibt es übrigens entweder in „geschmacksneutral“, oder in „Nachfüll“. Ich würd sie trotzdem vorher abmachen. Auch wenn das mit den Gummihandschuhen schwierig ist.
Tolle Party also. Rohes Fleisch, oller Schmuck, Wespen im Bier und Verbrennungen überall. Da bleibt doch nur der Suff. Und Kinder: dran denken –  Film, Kamera, Video, und die peinlichsten Bilder von Papi, Mami und Nachbar/in groß ausdrucken oder ins Internet stellen. Zubehör natürlich auch vor You for Ort, gleich unter „Grillzubehör“.

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Huhu, mein Täubchen, wo steckst du denn?
In diesem Zustand ins Ehebett, das geht nicht.“Das ist nicht mehr Ihr Platz“ schreit die Ehefrau. Ihr Platz, ein Tochterunternehmen von Schlecker, weiss selbstverständlich Abhilfe:Vater und Sohn auf der Matratze. Kinderleichte Raparatur, nachdem Papi sich da vollgefressen im Suff hat drauffallen lassen und es „Peng“ gemacht hat und platzt.

Und damit Papa auf der raparierten Matratze am nächsten Morgen nicht verpennt (wo ist Mami eigentlich; morgens um 8 immer noch auf Nachbars Grillparty?), gibts den passenden Naturgeräusche-Wecker:
Hammerpreis! Nur 0,66 €/Naturgeräusch, bzw. sagenhafte 0,57 € pro Farbe.

Und die passenden 6 Naturgeräusche sind:
rülpsen, pupsen, brechen, würgen, in den Hausflur pinkeln und Taubengurren.
Alles wie gestern beim Grillen, aber fehlt da nicht noch das siebte Geräusch, das aus der Nachbarwohnung heut nacht?

Die Killergurken haben diese Ehe zerstört.
In A. R. Schlecker speaking: There falls one really no ocean more to in (da fällt einem echt nichts mehr zu ein).

Bis auf eine klitzekleine Überlegung: Es ist immer noch nicht sicher, dass Akten in den Kisten waren, die heute aus der Geschäftsstelle des VFL transportiert wurden. Haben die Dresdenen am Montag wirklich grundlos randaliert, oder weil jeder Gast eine Tomate geschenkt bekam? Und wegen Eheck alle gleichzeitig nach 118 Minuten aufs Klo mussten?

Relegation – der Wahnsinn geht weiter!

Mai 20, 2011

Denn es geht um Alles. Wirklich Alles. Und zwar für Dresden. Wenn der VFL absteigt, steigt er einfach wieder auf. Wie immer. Wenn „Dünamö“ Dresden allerdings nicht auf steigt, dann gehts möglicherweise nicht mal zurück in Liga 3, sondern tiefer. 4. oder 5. Liga, auf ein Niveau mit Red Bull Leibzig, was wohl am allerschlimmsten wäre. Keine Perspektive, kein Geld. Folglich: Keine Lizenz. Es fehlt mindestens 1 Million Euro zur Sicherung des Etats in Liga 3. Als Zweitligist wären diese Sicherungen weitaus geringer, denn da sind die Einnahmen durch Sponsoren, Fernseh- und Internetübertragungen, und natürlich Zuschauer entsprechend höher.
Fadenscheinige Landesregierungen a la Koblenz oder Kaiserslautern, oder „Scheichs“ wie für München 60 sind nicht in Sicht, die Fans zittern und bangen. Und dabei wäre es dochfür gewisse „Fans“ einfacher gewesen, dem Verein das Geld mal eben vorzustrecken. Wie das?
Ganz einfach. Das Publikumsinteresse ist in Dresden sehr groß, und die Kartenabgabe wurde natürlich auch reglementiert. Alleine schon, damit nicht diverse Karten zu Fantasie-Preisen im Internet auftauchen. Angebote wie etwa dieses:
… gibt es natürlich trotzdem. Heinzi Huber oder werauchimmer versucht, seine Karte und die von Ihm seine Frau noch zu versilbern. „Mein erster Verkauf“, und keiner bietet. Klar, Heinzi. Das Spiel ist morgen, also Freitag, und dein Versand dauert 2 – 3 Werktage. Dienstag nächster Woche ist das Ding nur noch Altpapier wert.
Trotzdem gibt es Fans, die gewisse, und recht seltene Karten sehr honorieren:

Kostenlose, zeitnahe  Selbstabholung ist dabei NICHT das Zauberwort, denn es geht um ein sehr rares, ermäßigtes Ticket. Nur für Kinder, Behinderte und Alleinerziehende mit Migrationshintergrund und sonstige „Fälle“.


Keine Fragen mehr, klar. Aufgrund der Hooligan, Sauf- und Gewaltproblematik, speziell in Dresden, kann nämlich  nur 1 Karte für einen garantiert sicheren Platz für Kinder, Behinderte etc… vergeben werden. Rares Gut ist immer teuer. 16152 Interessenten für diese, eine Karte sprechen schliesslich für sich. Soviel Einwohner hat Osnabrück ja nicht mal, aber in Dresden interessierten sich genau so viel Kinder, Behinderte und Alleinerziehende mit Migrationshintergrund für dieses Angebot. Und zwei Bieter machten das am Ende unter sich aus. „Für die Sicherheit unsers Kindes, …“  ist uns nichts zu teuer, werden sich die Eltern oder Betreuer oder Pflegeversicherungen denken. Und bieten munter drauf los:
Bis 5.550,00 € bieten noch vier Personen auf diese Karte, dann wirds zum Duell. Endpreis: Tatsächlich 1.000 054,34 Euro. Glückwunsch, und nimm Polizeischutz zur Barzahlung bei Abholung mit.

Aber ein Schnäppchen war das nicht, und klug war das auch nicht. Für über 1 Million Euro hätte man doch als Sponsor den ganzen Verein (in Liga 3, wo die ja auch landen werden) retten, wenn nicht sogar kaufen können? Hätte dasselbe Geld, als Sponsoren- Beitrag nicht die Vereinsführung dazu veranlassen müssen, dies wertvolle Kind mit dem Hool-sicheren Papamobil ins und aus dem Stadion zu chauffieren? Und ein paar Bodyguards und etwas Panzerglas während des Spiels sind doch auch nicht so teuer.
Und falls das ein Scherz oder publicity gag war: Für wen sollte das Aufmerksamkeit erwecken? Ebay? Es muss aber ein sehr zahlungskräftiger Kunde sein, denn alleine die EBay-Gebühren von 26,50 €, zuzüglich 2% des Verkaufspreises (Artikel über 500 €) summieren sich auf 20.526,00 €. Selbst das hätte Dynamo als Sponsoring-Beitrag vermutlich besser und sinnvoller eingesetzt, als es EBay an Gebühren zu zahlen. Allein dafür hätte man schon 150 Sitzplatzkarten bei Ebay ersteigern können.

Relegation – God praise the Lord!

Mai 15, 2011

Das war ja wieder mal eine typische VFL-Saison. In den letzten 12 Jahren hat es sich immer am letzten Spieltag, bzw. seit Einführung der Relegation, auch später, entschieden, in welcher Liga gespielt wird. Für den Spielausgang in Ingolstadt hatten nur Wenige die Motivation, da noch hin zu fahren. Schlechte Aura, Aberglaube, Hoffnungslosigkeit. Nur knapp 1500 VFLler nahmen die 700 kM mit PKW oder Bus + Bier auf sich. Immerhin, die wurden direkt mit einem Sieg belohnt. Aber was gab es für Alternativen? Wirklich nur das Maidorf oder den Rosenhof zum Fernseh gucken? Nein. Wer wirklich an den VFL glaubt, nimmt Frau + Kinder, und geht mal wieder in die Kirche, um für einen Auswärtssieg zu beten.
Sehr cool. Und was ja das Tollste ist: es hat funktioniert. Und ist fast wie im Stadion. Volles Haus, wenn der VFL spielt. Es gibt zwar nur Oblaten statt Bratwurst, der Unparteiische pfeift nicht, sondern singt, die Assistenten sind schnieke Messdiener- und rinnen, es gibt konservativ gekleidete Lehrerinnen anstelle von hässlichen, rüpeligen Ordnungskräften, Glocken silberhell anstatt „You´ll never walk alone“ vor dem „Anpfiff“, und die Fangesänge sind auch anders. Was aber wohl am schwersten fällt, keine Pinkelpause nach 45 Minuten.
Und sparsamer ist der Kirchenbesuch auch. Pro Kopf 1 €uro in den Klingelbeutel, ansonsten Eintritt frei. Und Getränkekosten fallen ganz weg, dafür darf man einem alten Herren im Röckchen beim Wein trinken zusehen. Ist auch viel gesünder. Zm Abschluss gibt es Teelichter anstatt Bengalos, und schwupps – der Sieg ist unter Dach und Fach.
Nur so halten wir die Liga!

Elfmeter, Elfmeter

April 1, 2011

Mit Allem ist zu spaßen, aber nicht mit unserem VFL und seiner Auswärtsschwäche. Das Sechs-Punkte-Spiel in Karlsruhe, und die tölpelige Abwehr. Nur nicht früh in Rückstand geraten. Also, stream suchen, Chat und Liveticker an, los gehts; leider bevor ich einen stream finde. Und dann das im Noz-Ticker:

Elfmeter in der ersten Minute. Ich ging aus dem Zimmer zur Bierkiste, und seuftze  laut. Das der reingeht, ist klar.
„Was gibts Neues“, fragt meine Frau.
„Der VFL liegt zurück“ antworte ich.
„Aber das ist doch nichts neues“ war die tröstende Antwort.

Die Bilanz im Forum: 4 Tote. Zweimal Herzinfakt, 1 Hirnschlag, 1 Nutzer wegen Schreiens von seinem Nachbarn erschossen. In den Straßen der Stadt rasen die Notarztwagen los.

Ich bin seit drölfzig Jahren nicht mehr auf einen Aprilscherz reingefallen. Kompliment, NOZ. Der war richtig gut. Trocken, präzise, gutes timing. Der tödliche (S)pass.

Aber warum fielen so viele Leute drauf rein, bzw. sogar zum Opfer?

Ganz einfach, dieses Scenario war einfach zu real. In 12 von 27 Spielen fielen frühe Gegentore, ehe sich der VFL endlich aufraffte. Mal mit, meist ohne Errfolg. Es wurde beim DFB sogar beantragt, jedes Spiel beim Stande von 0:1 beginnen zu dürfen, damit unsere Spieler „von Anfang an“ ganz auf dem Platz stehen. Und tatsächlich:

Diesmal wars echt.