Posts Tagged ‘facebook’

News aus dem Sommerloch (1)

Juli 17, 2011

Facebook – Danger Danger! Internet-Experte und Oscar-Preisträger Matt Damon (40) gibt in der Sonntäglichen Online-NOZ  seine Erfahrungen mit Facebook preis. Und die sind nicht gut. Oscar-Preisträger Damon hat, obwohl er seit fast 40 Jahren international bekannter Internet-Experte ist und u. a. dafür mehrfach mit dem Oskar ausgezeichnet wurde, „immer noch nicht realisiert, was diese Medien uns antun“.
Klar, dass sich jedes moderne Pärchen beim Sex filmt, aber, so Matt Damon, bestünde die Gefahr, dass grade die Videos, die man bei Facebook eingestellt hat, auch von anderen, wenn nicht gar Fremden, angesehen werden könnten.  Ob Facebook diese Sicherheitslücke bekannt ist, liess Damon (40) offen.
Damon (40), der nach eigenen Angaben „ein ganz normales Leben“ führt, wird das in Zukunft jedenfalls nicht mehr machen. Als Begründung gab der 40-jährige an, „er hätte eine Frau geheiratet, die keine Schauspielerin ist“.

Das Diesel-Lotto: Mitmachen und sofort an der Tankstelle gewinnen

Juli 3, 2011

Wow. Und Diesel-Lotto klingt doch viel besser als Preisabsprache, E10 oder Manipulation. Mitmachen muss jeder, auch ich. Und gleich ein satter Geldgewinn Samstag an der Tanke an der Iburger. Ich wohne in ziemlich genau gleichem Abstand von drei Großmärkten, die für den Wochenend-Einkauf alles im Angebot haben. Und unterwegs gibt es Tankstellen, die den Durst unseres Autos befriedigen. Kaufe ich die F-Stäbchen für Sonntag bei real, kann ich 50 Cent sparen, gibt es zum Frühstück Cantaloop, kann ich bei Marktkauf 60 Cent sparen. Der Schluck-Viel-und-Gut-Getränkemarkt hat regionale Angebote zum Schnäpp(s)chenpreis,  was ja für einen alten Osnabrücker Öko wie mich Grund genug sein sollte:Verglichen mit mexikanischem Bier, australischem Wein oder grönländischen Eiswürfeln ist das zweifelsohne "Regional voll total super"

Verglichen mit mexikanischem Bier, australischem Wein oder grönländischen Eiswürfeln ist das zweifelsohne „Regional voll total super“, aber da werde ich trotzdem nicht vorbei fahren, denn es liegen keine Tankstellen auf dem Weg. Denn die Überlegung, anstatt 1 Euro für Quark, Gurken, regionales bayerisches Bier oder heimische Melonen zu sparen, tritt natürlich in den Hintergrund, wenn das Auto Durst hat. Die ganze Woche war der Dieselpreis deutlich über 1,40 komma 9, die letzte 5 -Euro-Notbetankung gab es für 1,449 €/L.
Am Samstag war, nach intensiver Marktbeobachtung, Marktkauf in Nahne das Los der Wahl, denn unterwegs liegt mein Geheimtipp für das große Diesel-Los. Die Marktkauf-Tanke ist (trotz 2 Cent Kundenrabatt)  allerdings Gammel, seit Shell das gekauft hat. Aber an der Iburger gibt es eine Shell und eine Jet-Tankstelle. Meine Diesellotto-Intuition sagt: An diesem Tag, um diese Zeit, ist Jet ein heißer Kandidat.
Und falls nicht: Der Weg ist das Ziel, aber dieser Weg war der Richtige. Beim Jet gab es Diesel für 1,339 €. Volltanken – 6,60 € gespart. Scheiss auf die 60 Cent für F-Stäbchen beim real, oder 33 Cent für Gouda beim Kaufrausch oder so (ehem. Ratio).

Aber was ist überhaupt los mit dem Benzin, respektive Dieselpreis? An der Hannoverschen macht Jet neu auf, direkt gegenüber der etablierten Tanken, und der Preis läuft Amok. Jet: 1,399, Westfalen: 1,41999, Shell: 1,43999. Eine Stunde später: Alles umgekehrt. Und das überall. An der Hansastraße gibt es drei Tankstellen. Die Araltanke nimmt 1,449, Jet 1,379, und die normalerweise billgste freie Tankstelle (1 Cent unter Jet) spielt gar nicht mit und zeigt 2,409 € pro Liter an. Leider zeigte mir aber genau diese Tanke heute, dass ich am Samstag nur den zweiten Platz gelost hatte. Diesel für 1,319, Jet nebenan nimmt schon wieder 10 Cent mehr (1,419). Tja, schwache Nerven, und daher fast 1 € verschenkt.

Aber wie kann das dazu kommen?
Früher, vor der zeit der Lotterie, war Benzin bzw. Diesel Montags billig. Das spaltete sich mit der Zeit auf in Konzerne, die sich vor bewegen (schon Sonntags billig), und solche, die sich zurück bewegen (erst Dienstag billig). Aber dabei ging es um maximal 3 Cent pro Liter, und nicht um 11 oder 14 oder mehr, wie jetzt. Dann kam E10, und verwirrte die Autobetanker.

Meine Erklärung: Die Boykott-Bewegung bei facebook zeigt langsam Wirkung. Bestimmte, willkürlich ausgewählte Tankstellen-Marken werden nicht mehr besucht, und müssen daher am Preis etwas tun. Geplant war, daß die die Preise senken müssen, wenn keiner mehr zum Tanken kommt. Aber leider zieht die ganze Mafia (Markentanke plus Freie und Billigmarken) mit.
Ich habe mich lange gefragt, wie diese geniale Methode zum Stop des Preiswahnes durch die Mineralölkonzerne gekontert werden kann, und jetzt sehen wir die Lösung. Und die ist genial, das muss ich neidlos anerkennen.
Völlig wahllose Preissenkungen und Preiserhöhugen bei den am Lotto teilnehmenden Tankstellen (und das sind alle). Verbraucher, kauft nicht bei Aral und Co. Das war mal das Motto,  aber was, wenn Aral plötzlich 10 Cent billiger ist als die freie Tankstelle nebenan? Wenn der Preis auch nur für 90 Minuten gilt, in dieser Zeit ist der Boykott schon sabotiert, weil die freie Tankstelle eben mitspielt und erst Stunden später erhöht. Sonst bestände ja der Verdacht auf Preisabsprachen.
Ich ziehe neidisch meinen Hut vor der oder dem, der/die sich diese Konterstrategie bei den Mineralölkonzernen ausgedacht hat, und alle unter einen Hut gekriegt hat. Oder waren die nicht vielleicht schon immer unter diesem, einen Hut?

Grey surfer – silver experts?

September 19, 2010

Die Facharbeiter fehlen – nicht nur in der Politik.
Deutschland ist überaltert. Ingenieure fehlen – aber bei der jüngeren Generation gilt Technik als „voll uncool“, die Kids würden lieber Wale retten, Atomlaufzeiten stillegen ohne dabei was zu endsorgen, oder was gegen das böse CO2 oder H2O oder wie auch immer das Zeugs heisst, was BP und Stuttgart 21 als gemeinsames Genozid auf die lieben Kleinen loslassen, heisst, tun.

Nach zwei eingeschobenen Nebensätzen sollte ich die jugendlichen Leser, die mit mehr als 5 korrekt geschriebenen Wörtern nacheinander, auch noch getrennt in Subjekt, Prädikat und Objekt; jedes Wort ohne das vertraute a wie ey alda am Ende, hiermit los sein, also reden wir mal unter uns Erwachsenen Klartext. Von den Kids will keiner mehr Ingenieur werden, weil  viel zu schwer, das. Und eben null porno, alter. Da mussu machen un lernen. un rechnen. Und natürlich der Rechtschreibung mächtig sein. BP hat mit diesen Leuten anscheinend experimentiert.

„Dagegen“ sein ist echt viel Cooler, wobei es quasi egal ist, gegen was eigentlich.
Aber immerhin, mit  dem Internet, da kennen sich die Jungs und Mädels aus. Haben es ja per babyphone (alias Facebook 1.0) quasi gleich mit der Geburt so gelernt. Trotzdem ging dabei was schief. Man braucht nur mal die Werbung auf mtv und ähnlichen Klerasiliker-Sendern zu sehen (Orte deinen Freund per Handy, Gratis Röntgen-Scanner fürs Handy, Wie stark ist eure Liebe – texte blabla an soundso für 3,89 pro sms) – das zeigt doch die Kompetenz dieser Generation.
Wenn die so von der Werbung angesprochen wird, – alles klar. Glaub Alles und konsumiere. Kein Konzern der Welt würde eine 500.000 €-Werbung auf mtv buchen, wenn es nicht genügend Kunden für den „Röntgen-Scanner“ (=Bild invertieren, und auf Schwarz-weiss reduzieren) gäbe.
Dazu passt, dass ich selbst von Leuten mit echt intelligenten Kindern höre, dass es Probleme mit Internet-„Dienstleistern“ gibt, da „unwissentlich“ kostenpflichtige Angebote in Anspruch genommen wurden.
Aktiv beteiligen am supersozialen Web 2.X tun sich, lt. SPON, ohnehin nur 3 % der unter 25-jährigen. Der Rest ist „drin“, aber passiv. Verabredet sich nur mal per Twitter zur Anti-H2O – Demo in Stuttgart21.
Also was tun, teutsche Wirtschaft? Diese Nachwuchs-Experten wachrütteln, oder Inder und Chinesen anwerben, oder alte Säcke, die längst in Rente auf Eis liegen,  nochmal auftauen?
Quasi als elektronische „senil brigade„, die in dem herrlichen Film „Milagro“ immer im richtigen Moment an der richtigen Stelle auftaucht und Joe die guten Tipps gibt?

SPON lässt gerne mal die grade greif- und ansprechbaren Omas und Opas aus dem Pflegeheim nebenan an eine Daddel-Konsole und verkündet stolz: „Oma fands interessant und wird dem Ur-Neffen davon erzählen“.  Wenn sie es dann noch weiss. Die „Silver Surfer“ , also die Generation ab 50 gilt als inkompetente Zielgruppe, die zwar von Adolf und dem Kartoffelkrieg lamentiert, aber von sowas wie dem Inter-Netz keinen Schimmer hat.

Denkste. Mir als jemandem, der Internet-Dienstleistungen anbietet, sind in letzter Zeit jedoch zunehmend Kundenkontakte wie der Folgende passiert:
„Ich brauche eine aktuelle Vermarktungsstrategie für meinen Internet-Auftritt. Ich bin jetzt (zwischen 70 und 82 Jahre alt), von Beruf z. B. Friseurmeister, Metzger, Handelsvertreter, Immobilienberater“; alles handwerkliche, technische  oder kaufmännische Berufe.
Alle mit Homepage, die seit weit über 10 Jahren besteht, und von den Inhabern selber recht ordentlich, teilweise sogar sehr gut, gepflegt wurde.  Das muss die Generation sein, die zu meiner Kindheit (!) diesen C64-Aufkleber am Volvo oder der Ente hatte, den ich damals nie verstand.
Ich konnte mit Allen reden, aber nicht mit Allen ins Geschäft kommen, denn die Intention speziell der Älterern (80+) war, den Laden incl. Homepage für die Übergabe an die nächste Generation klar zu machen, ohne dabei Geld zu investieren. Aushorchen per Hörgerät, aber für lau. Gerissen.
Was ich damit sagen will: Wer diese Generation, die z. T. bis weit über 80 geistig rege und fit in aktuellen Dingen ist, einfach so „rentieren“ (=in Rente schicken) will, verschenkt Wissen ohne Ende.
Wir haben einen Fachkräfte- und Expertenmangel nur in der Politik. Wenn es für die „grey surfer“ eine vernünftigere Option gäbe, als die einfach nur als Kostenfresser der Sozialkassen zu sehen, die könnten zu fünft mehr und profitabler helfen als 500 Klerasiliker.