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Geniesse das Leben in vollen Zügen (II) …

Oktober 4, 2012

(…) Fortsetzung von Teil I:

Wilkommen zum Zwangsausstieg in Herford – denn dieser Zug endet hier am Gleis 4. Nach dem Ausstieg der Gäste braust er menschenleer auch schleunigst wieder zurück Richtung Bünde. Wie nun kommt man von Herford fort? In Herford gibt es einen Service Point, der sogar offen und kommunikationsbereit ist. Die Hardware funktioniert, und der freundliche Service-Point Mitarbeiter druckt gleich einen neuen Fahrplan aus. Es geht nach Löhne anstatt nach Kassel, das wäre ja ausserdem auch in Hessen und das Niedersachsenticket wäre ungültig. Aber – Überraschung – es stellt sich heraus, dass auch Zielbahnhof Löhne und Abreisebahnhof Herford eigentlich nicht mehr so richtig wirklich  in Niedersachsen liegen. Folglich gilt auch für die Bahnfahrt von Herford nach Löhne das Niedersachsenticket nicht. Und – von einer direkten Verbindung zwischen Osnabrück und Göttigen könne man bei dieser Strecke ja wohl nicht mehr reden. eue Fahrkarte kaufen.
Aber – wenn nun ein Zug wegen diesem Triebkopfschaden einfach ausfällt – was kann der Gast dafür? Elli hat den schliesslich nicht kaputt gemacht. Von einem triebkopfschaden ist am Service-Point nichts bekannt, aber der Mann an Gleis 4 müsste das wissen. Vielleicht kann der dann sogar eine Bescheinigung (Triebkopfschadensbestätigung) ausstellen. Elli schnappt sich die Koffer und eilt an Gleis 4. Der Mann ist ganz leicht zu finden, aber der findet den ausgefallenen Zug in seinem Rechner nicht. Die Privatbahnen melden sowas nicht gerne (vielleicht ist auch nur dieses „Dings“ kaputt), dabei käme das oft vor. Egal: Da nicht im PC steht, dass der Zug nicht gefahren ist, kann er die Bescheinigung nicht ausstellen. Sorry.
Koffer nehmen – zurück zum Service Point und den Fahrschein kaufen, aber welchen und wo? Eine einfache Bahn-Fahrkarte für 3,40 € kann man am Automaten im Eingangsbereich des Bahnhofs ziehen. Man kann sie auch hier im Service Point kaufen, das ist aber 2 € teurer (wg. dem notwendigen Service und der aufwändigen Beratung) oder – schnell nachgeschlagen vom Mitarbeiter – Bus fahren (1 € billiger) oder Taxi (schneller, aber bestimmt teurer). Elli geht zum Automaten und löst die Karte. Die Koffer darf sie so lange am Service Point stehen lassen („wir sind ja Dienstleister“).
Der nächste planmäßige Zug fährt natürlich von Gleis 4. Der Mann auf Gleis 4 entschuldigt sich nochmal wegen der fehlenden Triebkopfschadensbestätigung, und gibt dann einen wertvollen Tipp: Schneller als der planmäßige Zug nach Löhne vom Gleis 4 wäre der nächste, der an Gleis 3 kommt, weil der 20 Minuten Verspätung hat. Dann wäre in Herford der vorherige Anschlusszug grade noch zu kriegen, weil der auch Verspätung hat, und sie müsste keine 30 Minuten oder 90 Minuten warten, je nachdem wieviel Verspätung der planmäßig in 10 Minuten fahrende Zug denn dann hätte. Und der fährt in Löhne direkt vom Gleis gegenüber. Schwer zu verstehen – egal, an Gleis 3 fährt ein Zug ein, und Elli steigt ein – nix wie weg hier. Das letzte, was sie von Herford hört, ist die Durchsage, dass der ursprünglich eingeplante Zug sich um 20 Minuten verspäten wird.
In Löhne steht abfahrtbereit ein kleiner Zug auf dem Gleis gegenüber, Elli hastet hinein, aber der Zug fährt nicht los, denn er wartet – 20 Minuten lang auf den verspäteten Anschlusszug aus Herford. Als der endlich kommt, geht es auch nicht gleich weiter. Die hinteren Türen sind defekt, alle Reisenden (und das sind viele!) müssen sich durch die vorderen Türen quetschen.
Dann fährt er ab (35 Minuten verspätet) und fährt bis Vlotho. Da bleibt er stehen. Elli hört nach kurzer Zeit eine Durchsage:  Die Weiterfahrt verspätet sich, weil der entgegenkommende Zug auf dem Nebengleis sich verspätet. Nach 5 Minuten kommt der Zug auf dem Nebengleis an. Beide Züge stehen noch weitere 5 Minuten reglos und ereignislos im Bahnhof, dann geht die Fahrt weiter.
In Löhne hat der lt. Ursprungsplan vorvorherige Zug soviel Verspätung, dass Elli den bequem erreicht. Damit hat sie -sozusagen – durch den Abstecher über Herford quasi keine Bahnzeit verloren. Und die 3,40 € für das Westfalenbahn-Ticket waren sicherlich gesünder angelegt als im Bordrestaurant oder Bahnhofsrestaurant oder der Bockwurstbude am Gleis 4.

Nach ca. 50 Minuten ereignisloser Bahnfahrt ist Elli etwas müde und steigt -planmäßig-  in Elze aus. Die Verspätung hat nur um 10 Minuten zugenommen. Auf dem Nebengleis steht ein Zug und die Ansagestimme sagt: Zug nach Göttingen – Verspätung um ca. 5 Minuten. Elli ist verwundert – denn laut Plan gbt es diese Zug gar nicht, aber er fühlt sich ganz real an. Elze – nach aktueller Realzeit und Bahn-Fahrplan bedeutet das 45 Minuten Aufenthalt, und dann weiter auf demselben Gleis, auf dem sie angekommen ist.

Elli berät sich mit anderen Fahrgästen (Bahnneulinge aus Meppen, die tatsächlich über Kassel nach Elze gereist sind und auch nach Göttingen wollen). Sie kommen zu dem Schluss: Aufgrund dessen, dass wir uns verspätet haben könnte sich der Zug auf dem Nachbargleis ebenfalls verspätet haben (auch wenn das Bahnsteigschild gar nichts anzeigt), ist es einer, den wir nehmen können. Gesagt – getan, alle drücken auf die Knöpfe, damit die Türen sich öffnen. Der Zug fährt genau in dem Augenblick los – ohne Ansage, und ohne Elli und die Meppener.

Die folgenden 45 Minuten Wartezeit an Gleis 2 in Elze reichen kaum aus, um die Erlebnisse der bisherigen Reise auszutauschen. Alle freuen sich über die Verspätung des Zuges nach Göttingen, und sind beinahe enttäuscht, dass es nur 10 Minuten sind. Nach ca. 50 Minuten Fahrt kommen alle in Göttingen an. Gott sei Dank bemerkt Elli kurz vor dem Ausstieg, dass (quasi nur von außen sichtbar) ein Schild an der vorderen Tür angebracht ist mit dem Aufdruck: „Diese Tür ist defekt“.
Die hintere Tür tut. Alle steigen aus und freuen sich riesig, endlich doch noch angekommen zu sein. Der Weg ist das Ziel, da haben die alten Chinesen wirklich recht.

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Geniesse das Leben in vollen Zügen…

September 26, 2012

sofern denn überhaupt mal ein Zug fährt. Und man damit dem eigentlichen Reiseziel näher kommen kann. Zumindest ein klein wenig. Elli, eine alte Freundin von mir wollte sich eigentlich unser Auto leihen, um damit zu Bekannten nach Göttingen zu fahren. Aber angesichts der momentanen Sprit-Preise (und, mit meiner Erinnerung an deren Fahrkünste), einem kleinen Hinweis auf den technischen Zustand der Bremsen, der Lenkung, der nicht bezahlten Versicherung und der daraus resultierenden möglichen Teilnahme an den Paralympics 2016 (Elli ist extrem sportlich veranlagt) sah sie ein, dass die Bahn eine gesunde, ruhige und stressfreie Alternative ist.
Zumindest in der Theorie. Diese besagt, dass man sich zuerst mal online über den Reiseweg informiert. In Reiseplan steht genau, wann welcher Reisezug wo abfährt und wo ankommt, speziell auf welchem Gleis, und an welches Gleis man für die Weiterreise (falls denn ein Umsteigen überhaupt nötig sein sollte) sein sollte, um die Weiterfahrt zum Zielort entspannt zu geniessen.
Noch kurz zur Vorgeschichte: Ich bin immer gerne mit der Bahn gefahren, wenn es zu geschäftlichen Terminen ging. Aber das ist das ICE-Zeitalter.
Anders bei Elli. Elli hat damals, ca. 1990, im Ruhrpott studiert, und fuhr eigentlich mit ihrem damaligen Freund zusammen mit dem Auto am Wochenende zurück ins heimische Emsland.  Bis dann der damalige Freund einen geschäftlichen Termin am Wochenende nach dem anderen hatte, und Klein-Elli mit der Bundesbahn reisen musste. Hübsch, 18 Jahre alt, dickes Gepäck (die Wäsche von 2 Wochen), zwischen betrunkenen Soldaten und betrunkenen Fussball-Fans eingekesselt auf dem Flur der nach Karbol stinkenden, vergammelten Züge aus der Ex-DDR. Gottseidank, dass es damals noch keine Handys und den sinnleeren  „Hallo Schatz- ja, der Empfang ist jetzt auch bei mir besonders schlecht“-Terror gab. Müßig zu erwähnen, was es wirklich mit den „geschäftlichen Wochenend-Terminen“ auf sich hatte. Psychologisch ausgedrückt wurde die Bundesbahn zu einen Synonym für Erniedrigung, Verlassen werden und Dreckwäsche ins Emsland bringen.

Extremer Bahn-Vorschaden also. Aber das ist 20 Jahre her, die DDR-Wagons steht im Museum, aber Elli hatte sich in all der Zeit konsequent geweigert, die Bahn zu benutzen, und immer einen leihwilligen Autobesitzer gefunden. Bis heute. Wir planen die Fahrt am Computer.  ganz einfach – aber mit dem Niedersachsen-Ticket muss man leider doch zweimal umsteigen. Ein Ticket online kaufen geht leider auch nicht, der Bahn-Server ist heute nicht erreichbar.
Egal, das spart ja auch nichts, und am Bahnhof gibt es freie Parkplätze, und der Fahrschein-Automat rückt das Niedersachsen-Ticket auch fast wiederstandslos heraus. Also ab an Gleis 11, wo ein moderner, schicker Zug schon bereit steht. Wir lassen uns Zeit, verabschieden uns, Elli will einsteigen, da tritt ein Mann in Uniform dazwischen und sagt: „Dieser Zug endet hier. Bitte nicht einsteigen“. Und zeigt auf ein Schriftzug am Fenster, auf dem tatsächlich auch steht: „Dieser Zug endet hier. Bitte nicht einsteigen“ Aber ich muss doch hier einsteigen, um nach Göttingen zu kommen? Der Mann zeigt nach oben, wo genau jetzt die Lautsprecher-Stimme sagt: „Achtung – der Regional-Express Nummer sowieso fährt heute von Gleis 12 ab“.  Und gleich danach: Reginalexpress Nummer dingsda. Bitte einsteigen und Türen schliessen – der Zug fährt jetzt ab“.  Elli sucht immer noch verzweifelt den Zettel, auf dem die Nummer stehen muss, die der Regionalexpress haben soll, der nach Göttingen fährt. Ich schubse sie in den Zug an Gleis 12, der jetzt los fährt, und hoffe, dass das eine gute Entscheidung war.

Den Rest der Reise habe ich zuerst per SMS, dann per mail, bzw. nachträglich durch Dritte erfahren.  Denn wegen meines Tipps“fahr doch mal Bahn anstatt Auto und verschone deine Umwelt“ bin ich für Elli jetzt definitiv „Persona non Grata“ Denn so ging das ganze weiter:

Bünde: erster planmäßiger Umstieg – erstes Problem mit dem Plan. Durchsage des Service-teams genau zwei Minuten vor der planmäßigen Ankunft des Zuges: „Die planmäßige Ankunft des Zuges entfällt wegen eines Triebwerkfehlers der Lokomtive“.
Ende. Es folgen keine weiteren Durchsagen. Die Wartenden beraten sich. Es gibt Tipps wie früher bei den Pfadfindern. Erst mal mit einem Zug weiter nach Herford. Oder erst mal mit einem Zug weiter nach Bielefeld. Zurück nach Osnabrück? Oder doch nach Bad Önhausen – da halten manchmal sogar auch die ICE. Den Bahn-Service befragen? Guter Plan, aber der nächste Service-Point steht wahrscheinlich in Bielefeld oder Paderborn oder in Gamisch-Patenkirchen, jedenfalls nicht in Bünde. Trotzdem war das alles graue Theorie – plötzlich traf ein Zug ein und nahm alle Reisenden auf (d. h. alle, die eben noch debattierten, stiegen ruck.zuck ein) , und es stellte sich raus, der Zug fährt planmäßig nach – Herford. Und es gibt einen Schaffner in dem Zug. Elli fragt ihn nach dem Weg nach Göttingen. Der Schaffner grübelt eine ganze Weile und hat dann – möglicherweise, wie er selber sagte, möglicherweise nur – einen Zug im Kopf, der über Kassel fährt (Elli sieht die A33 und die A46 vor Augen, und wie sehr sie sich mit dem Auto immer über diesen riesigen Umweg über Kassel geärgert hat). Aber auf jeden Fall – der Schaffner ist sich fast sicher – in Herford aussteigen und dann umsteigen. Beides wahnsinnig gute Tipps, denn der Zug endet zwar in Herford, die Reise aber nicht.
Er will sich aber weiter erkundigen („dafür haben wir doch dies dings..“) und kommt nach 5 Minuten mit einem elektronischen Gerät („dings“) in der Hand wieder, das einem online die besten Reiseverbindungen raussucht. Tolles Ding das, sagt er, nur sei es seinem Kollegen bei dem letzten unplanmäßigen Stopp runtergefallen und seitdem irgendwie kaputt.  Das täte ihm sehr leid. aber sein Kollege (der das hatte fallen lassen) meint auch, erst mal in Herford aussteigen und am Service Point fragen.

(…)Zu Teil 2

Halt, stop teamwork, ICE

Dezember 30, 2010

Das Weihnachtsloch wird dieses Jahr von Bundesminister Ramsauer gestopft. Ranseier?? Wer ist das denn, werden sich Viele fragen. Und was macht der?
Eigentlich ist der Herr Ransauer Verkehrsminister; Chef der Bahnen und Autobahnen, aber da ja im momentanen Parlament jeder Minister sowieso macht was er will, wildert der Ramsauer etwas bei der Bildungsministerin dingsbums,  den Namen hab ich vergessen. Anglizismen raus, sagt der Verrkehrminister Ramsauer, und nennt deshalb „Teamwork“ wieder Gruppenarbeit, „Flipcharts“ sollen in seinem Ministerium künftig Tafelschreibblöcke heißen, aus dem Beamer wird der Datenprojektor, die E-Mail wandelt sich zur elektrischen Nachricht, das Galadinner zum festlichen Abendessen, Know-how zum Wissen, das Travel Management zur Reisestelle, die keynote speech zur Grundsatzrede, das Team zur Gruppe.

Jedoch die, (nach Ansicht des Ministers) etablierten Anglizismen sollen bleiben, sagt der Ramsauer. „Ich bin für die Reaktivierung der deutschen Sprache“ sagte schon mein Deutschlehrer in der Schule, und meinte zwar unter Vermeidung von Anglizismen, aber mittels dummdeutscher Nutzung von Latizismen, etwa sowas wie dass er wäre für die Wiederbelebung der deutschen Sprache.

Etabliert und eingedeutscht ist, nach Ansicht von Minister Ramsauer,  bereits der „Service point“, der bleibt so, „rent a bike“ als urdeutscher Ausdruck natüürlich auch. Schade, „Auskunft“ wäre eindeutiger, aber der verweist zu direkt auf etwas, was man am service point nur selten bekommt, eine Auskunft nämlich. Servicepoint klingt eher, wenn auch zutreffender, nach „Wir bemühen uns bei Gelegenheit“. Wahrlich, keine werbewirksame Übersetzung.

Und Fahrradverleih? Klingt zu traditionell, zu altbacken, obwohl das zu dem rollenden Material und den Weichen der Bahn sehr gut passen würde. Problemfall bleibt der Passus „rent“ = rentner; rentiert; spielt auch in dem englischen Version auf das veraltete Material der DB an.

Ob ICE (intercity express) bleibt, ist lt. Ranseier noch unklar. Mit der Alternative „SED“; für „schnellste Eisenbahn Deutschlands“ gab es irgendein Problem, aber der Referent des Ministeriums wusste nicht zu sagen, welches. Irgendwas mit DDR.
Aber der große Clou, die Sensation in Blech wird es im Schilderwald geben. Ramsauer will nämlich was gegen Geisterfahrer tun. Nach seiner Ansicht sind auch hier die Anglizismen der Grund allen Übels. Das Stopschild also. Stop – wer weiss denn schon, daß das „Falsch“ bedeutet? Wörtlich übersetzt hiesse es nämlich „Halt“. Die vielen Geisterfahrer, die falsch rum auf die Autobahn fahren und viel Leid verursachen – mit dem neuen Falsch-Schild und einem leibhaftigen Minister drunter kann es keine Geisterfahrer mehr geben.

Ramsauer stoppt Falschfahrer. Aber wirklich alle?

Ramsauer stoppt Falschfahrer. Aber wirklich alle?

Falls falsches, versehentliches Auffahren wirklich die Ursache der Geisterfahrerei ist.  Kurz vor Weihnachten traf ich meinen Ex-Kollegen R. wieder. Und der sagte gleich: „du – ich hab da neulich was erlebt- glaubste nicht“

Was war passiert? Ich (also R.) fuhr am letzten Wochenende abends spät auf der A30 von O. nach B. Die Bahn war leer, nur vor sich sah R. denn irgendwann sowas wie Funkenschlag. Kein Rücklicht, Bremslicht oder Nebellampe. R. kam näher, und erkannte einen Pferdeanhänger, bei dem die Klappe offen war, runterhing und auf dem Asphalt schleifte. Das machte die Funken, und einen Höllenradau. Der Fahrer schien trotzdem nichts zu merken. R. gab Signale, und endlich fuhr der Pferdetransporter auf den Standstreifen und hielt an. Der Fahrer blieb erst mal brav sitzen. R. hielt auch, stieg aus, und sagte dem Fahrer, dass seine Klappe vom Hänger offen ist, schleift und Radau und Funken macht, und das Rücklicht verdeckt.

Der Fahrer (Mann, etwas älter; also etwa 55, völlig desinteressiert) stieg darauf hin aus, guckte sich die offene Klappe kurz an, und fing dann an, den Hänger abzukoppeln, Klappe immer noch offen. R. fragte ihn (verdutzt), warum er das jetzt mache (und nicht einfach Tür zu und weiterfahren, beispielsweise), und der Mann sagte, er wolle jetzt eben wenden und sein Pferd suchen.

Auf der A30 ist schon was los am späten Abend! R. rief natürlich die Polizei, die kam schnell und verhinderte die Wende, und fand unterwegs auch das Pferd. In Straßengraben und nicht mehr lebendig.

Da hätte der Ramsauer mal eingreifen müssen!