Archive for August 2012

Branchenlisten und Aktualität

August 21, 2012

Branchenlisten und Aktualität.

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Was ist eigentlich Hydroxypropylmethylcellulose?

August 16, 2012

Was ist eigentlich Hydroxypropylmethylcellulose?.

Was man über Anrufbeantworter wissen sollte:

August 3, 2012

die haben eine Laut-Taste. Diskret angebracht und schlecht beschriftet. Ob die gedrückt ist oder nicht, zeigt ein kleines bis winziges Symbol im Display an. Wer achtet schon darauf – denn ob das an ist oder nicht, bemerkt man selber sowieso nicht, denn man ist ja meist nicht da, wenn der Anrufbeantworter angeht. Und Schall trägt sehr weit, grade wenn das Fenster offen steht.
Donnerstag abend – Sperrmüllabend. Die Leute von (sagen wir aus Anonymitätsgründen) schräg gegenüber veranstalten einen gemeinschaftlichen (weil kostenpflichtigen) Sperrmüll, mehrere Mieter tragen die ausrangierten Reste ihrer Rechner, kaputte Ikea-Regale und Blumentöpfe, und fleckige Aldi-Matzatzen aus Wohnung und Keller an die Straße, wo schon mehrere Sachsucher geduldig der Dinge harren, die da ans Dämmerlicht kommen. Die Ausbeute muss lohnend sein, die Sachsucher stellen die Knattermofas ab und streiten sich um das Erstdurchsuchungsrecht bestimmter Kisten. Die Nachbarn von (sagen wir aus Anonymitätsgründen) schräg gegenüber, alles Bio-Gutmenschen, vermitteln.
Dann dringt ein diskretes tüt tüt aus einem der offenen Fenster dieses Hauses. Ein fernes Telefon eben. Aber dann ertönt ein Text. Und zwar ziemlich laut. „Hallo, dies ist der Anschluss von Hans Moser (Name geändert), ich bin nicht da (nicken der Hausbewohner, und einer sagt  „Ja der is doch gestern mit seiner Frau nach … gefahren“). Piepton – Und dann folgt die Nachricht. Die Menschen auf der Straße lauschen und erstarren und verstummen und blicken sich um. Und starren auf das Fenster, hinter dem eine Frauenstimme sagt: „Hallo Schatz, gestern war ja deine Frau am AB. Ich bin wieder in der Stadt, und erwarte dich … im …“. Der Rest war nicht jugendfrei.
Die häusliche Sperrmüllgesellschaft auf der Straße ist peinlich berührt. Es dämmert schon, aber rote Köpfe von erstarrten Menschen leuchten durch die Nacht. Die Sachsucher sind taktvoll genug, ihre Knattermofas anzuwerfen und sich „ich komm später nochmal“ zuzurufen. Und abzudüsen. Ich verstehe nicht, was die Nachbarn leise sagen, während sie abgehen.
Warum ich das so genau von meinem Dachfenster aus beobachte?  Ich habe selber den Keller voll Sperrmüll. In den angrenzenden Häusern genau dasselbe. Dunkle, staunende, lauernde, jetzt auch amüsierte Gesichter hinter dunklen Fenstern, wohin man blickt. Und während meine Nachbarn und ich den verfrühten Abgang der gegenübers nutzen und diskret unsere Keller und Dachböden räumen, und im Schatten der Nacht aus dem schmalen Häuflein von gegenüber eine respektable Müllhalde kreieren, geht es immer wieder um die Frage „Hans Moser – das ist doch der mit dem Audi… . Hättest du das von dem gedacht?“