Kabbel Deutschland

Es begann im Herbst letzten Jahres: Das Internet zickt mal wieder rum. Die Verbindung wird zuerst zwei bis drei mal am Tag unterbrochen, in der folgenden Woche etwa einmal pro Stunde, und ist dann eines schönen Tages ganz weg und kommt auch nicht wieder. Das teure Speedport blinkt nur noch hilflos mit seinen roten LEDs.
Höchste Zeit, die Hotline von T-Online anzurufen, dem Provider, wegen dem mich viele Bekannte nur mitleidig belächeln: „Wohl zu blöd, um zu Kabel Deutschland zu wechseln?“
Die T-online-Callcenter-Dame ist nach 5 Minuten am Rohr, prüft alles mögliche, und teilt mir mit, dass die Leitung soweit OK sei, das DSL ist synchron etc… Sie könne nichts mehr machen, ausser mich mit der Technik zu verbinden. Da da besetzt ist, sagt sie, ruft der Kollege zurück. Das tut er auch 10 Minuten später, und sagt, es könne am DSL-Router/Modem liegen (mein original T-online-Modell ist ja auch schon 2 Jahre und 2 Monate alt), oder am Splitter. Router/Modem müsse ich selber besorgen, Splitter würde die Telekom (T-online) stellen.
Ich besorge einen Router für 29,90 bei Heineke (anstatt für 139,90 beim T-Punkt), und am nächsten Tag liegt der Splitter in der Post. Ich tausche beides aus, und alles geht wieder. Der T-online-Kollege aus der Technik ruft am nächsten Tag an und fragt, ob alles wieder tut. Ja, tut es.
Aber bei Kabel Deutschland soll alles ohne solche Probleme gehen? Und für 12,50 anstatt 39,90 im Monat? Geiz ist geil – das mach ich.
Auf Anraten des Kabel-Fritzen an der Hotline wird für die Montage der notwendigen Anschlüsse ein rechtzeitiger Termin vereinbart. Und richtig, 4 Wochen vor Vertragsbegin ruft die Firma Steinbrecher aus Varel an, und fragt, ob der Freitag nächste Woche für die Montage OK ist. Das ist er, ich nehme den Tag frei, denn, so die Frau von Steinbrecher, würden zwischen 8 und 14 Uhr anrufen, eine habe Stunde bevor die tatsächlich kommen. Das klappt alles wunderbar, und die coolen Montöre der Firma Cornelius begeben sich gleich in den Keller und bohren als erstes das Schloss aus dem Kabelfernseh-Kasten aus. Makita Schlagbohr-Modus, klar. Die nächste Frage, welches denn unsere Leitung sei, muss ich pauschal verneinen, denn in unserer Wohnung liegt kein Kabelfernseh-Anschluss. Der Scheiss, der über DVBT kommt, ist schon schlecht genug. Und noch mehr bezahlen, um noch schlechtere Sender a la RTL2 zu empfangen, nein danke.
Die Montöre sind ratlos. Ein Leben ohne Kabelfernsehen?? Anyhow, dabei gibt es einen alten, oben sogar zugemauerten Kamin, durch den alle anderen Kabel-Deutschland-Kabel laufen, und passende Löcher in jeder Wohnung, auch bei uns. Wir benutzen diesen alten Kamin sowieso schon seit Ewigkeiten für Telefon- und Netzwek-Kabel. Aber die Kabel-Experten von Cornelius haben wohl keine Lust. Es muss eine schriftliche Einwilligung vom Vermieter her. Sie lassen ein Formular mit vielen angekreuzten Punkten (Erlaubnis für Große-Löcher-Bohren und Wände-Durchbrechen…) da, was der Vermieter unterschreiben muss, und verschwinden ganz cool und schnell.
Und nun geht das Chaos richtig los…

Hier gehts weiter

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2 Antworten to “Kabbel Deutschland”

  1. Kabbel Deutschland – Part II « Jebac's Blog Says:

    […] Dies ist die Fortsetzung von Kabbel Deutschland – Wie spare ich bei Telefon und Internet? […]

  2. Kabbel Part III « Jebac's Blog Says:

    […] Fortsetzung von Part2, welches widerum nur eine Fortsetzung von Part 1 war. Donnerstag, 8 Uhr, dritter Urlaubstag. Kurzfassung: Es passiert wieder viel an dem tag, ich […]

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