Jobboom für Ältere

Der „Spiegel“ berichtete vor einigen Tagen (17.11.) darüber, und zitiert. „Bei den über 60-Jährigen ist langfristig eine Beschäftigungsquote von bis zu 50 Prozent möglich“, sagte Martin Dietz, Arbeitsmarktexperte des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), der „Financial Times Deutschland“. Und Oliver Stettes vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erwartet einen „massiven Beschäftigungsaufbau“. Bei den älteren Arbeitnehmern würden sich die Beschäftigungsquoten künftig dem Durchschnitt aller Altersgruppen annähern.

Der Facharbeitermangel machts möglich: neue Jobs für die Ü60. Und morgen werden wir Osnabrücker live dabei sein. Laut Kicker pfeift ein 64-jähriger Schiedsrichter sein erstes Spiel:

Mit 64 Jahren zum ersten Einsatz als „Mann an der Pfeife“. Nicht übel! Speziell, wenn es stimmt, was „Datenkrake“ google über den Mann weiß: leidenschaftlicher Rechtsanwalt, Nichtraucher, spielt gerne Poker, leidet unter Arteriosklerose, frisch geschieden.

Aber was ist mit der Forderung unserer Fast-Präsidentin v. d. Leyen? Sie forderte doch, sich stärker auf eine ältere Belegschaft einzustellen. Es gehe um die Kernfrage, wie „interessante, motivierende und kräfteschonende Arbeitsplätze“ für Ältere geschaffen werden könnten. Dabei könnte der Einsatz technischer Hilfsmittel etwa bei Arbeiten mit schwerer körperlicher Belastung einen großen Beitrag leisten.

Sehen wir daher den ersten Schiedsrichter mit Rolator? Wohl eher nicht, zumindest keine 90 Minuten lang. Die Laufleistung eines Schiris liegt nur bei bei 5 – 10 km in 90 min (also zwischen 4 und 8 km/h etwa); ein zügiger Fußgänger kann 6 km/h gut durchhalten. Also liegt keine „körperliche Belastung“ im Sinne von Frau v.d.Leyen vor. Dürfen die Spieler nur nicht so schnell weglaufen, bei Spurts kommt der (wegen der Arteriosklerose) nicht mehr nach, und braucht dann schnell den Rolator. Aber dafür ist ja der Schiri-Assistent da.

Denn aus der Ferne urteilen, das geht wegen der nachlassenden Seh- und Hörfähigkeiten nicht, bzw. nur mit Fernglas (oder Videobeweis, aber das ist ein anderes Thema). Aber Pokerspieler sind gute Psychologen, die können jede Situation intuitiv erfassen, auch über größere Distanzen, und können die Körpersprache lesen und schnell darauf reagieren. Eine frische Scheidung zeugt zudem von Entscheidungsfreudigkeit und Durchsetzungsvermögen, auch nach langer, scheinbarer Harmonie. Als Nichtraucher wird der entschlossene Pfiff nicht an mangelndem Lungenvolumen scheitern.

Trotzdem bleibt die Frage, ob nicht doch die Wettmafia an der Schiedsrichterwahl beteiligt war. Wir sagen: nein. Die Schufa-Auskunft von Herrn Stark ist trotz Scheidung negativ, und laut google street view wohnt er immer noch in seinem schnuckeligen, unverpixelten Haus, und fährt mit den dicken Benz in seine Kanzlei in Krefeld. Also von da droht ebenfalls keine Gefahr.

Nochmal Glückwunsch, Walter Stark, zum neuen Job; wir wüßten wirklich gerne, warum Sie zum Spielleiter auserkoren wurden, aber egal. Hoffen wir trotzdem auf einen „Spaziergang“ für den VFL.

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