Epost, De-Mail, Email, Emil …

Und es bewegte sich doch!
Ich hatte das Thema E-Post schon ganz vergessen, aus den Medien ist es auch weg – ich dachte, die haben das Projekt wegen der unüberwindbaren Schwierigkeiten still und heimlich einschlafen lassen. Nein – falsch gedacht. Ich hatte nur die zeitlichen Relationen falsch eingeschätzt. Heute kam ein Brief von der Deutschen Post. Glückwunsch – mein Postident ist positiv ausgefallen, hier -tätää – ist der Adress-TAN! Hat nur 8 Wochen gedauert. Superleistung, snail mail!
Ich erinnere mich mühsam an das Passwort, und darf natürlich zur Bearbeitung meines Profils wieder einen Handy-TAN anfordern und eingeben. Klappt beim ersten mal, denn neuerdings steht bei den TANs dran, wofür die sind.  Dann darf ich den Adress-TAN eingeben. Klappt problemlos, TAN akzeptiert. Nutzer erster Klasse mit bestätigter Adresse – die ganze Epost-Welt steht mir jetzt offen. Ich klicke auf das Icon:

Kein Mehrwert für mich? Nach all dem Stress? Und was soll diese Betonung von IHNEN? Na gut, ich will ja auch Briefe schreiben ohne zur Post zu gehen und nicht in der Post rumdaddeln. Schaue ich also erst mal nach, ob mein Briefpartner mittels „Suche“ zu finden ist:

Das ist allerdings neu. Früher kam diese Seite immer nur Montags. Aber Epost bietet ja auch an, Briefe per normaler Zustellung (im snail mode quasi) zu versenden. Vielleicht geht das wenigstens?

Also schreibe ich einen Brief mit Zustellung als normaler Brief. Soll 55 Cent kosten, und ich wähle im Pop-up Fenster Lastschrift als Zahlungsart. Nachdem ich alles ausgefüllt habe, ist der Brief weg. Nein, nicht versendet, sondern verschwunden. In der Zwischenablage finde ich noch meine Bankdaten, aber kein Wort vom Brief mehr. E-weg eben.Ich logge mich aus, und mein letzter Blick fällt auf den kleinen Verweis neben meinem Profil: „Status nicht bestätigt“.
Es sei noch zu erwähnen, dass ein anderer, ebenfalls für seine Präzision und Geschwindigkeit bekannter Großkonzern (nein, nicht die Bahn, sondern Timo Beil persönlich) mich Ende letzter Woche (unerlaubterweise, aber das nur am Rande) per Mail befragte, ob ich an einem Produkt namens De-Mail interessiert wäre. Es soll die Vorteile von Email und Brief miteinander kombinieren und schnell, innovativ und Dokumentenecht sein …

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Eine Antwort to “Epost, De-Mail, Email, Emil …”

  1. hans Says:

    .. die bahn plant ein eigenes mailprojekt. Interne bezeichnung: mail 21 – Email tiefer gelegt. Unterirdisch schnell!

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