So sind Kinder…

… denn sie ärgern gerne mal die alleinerziehende Mutter, speziell als Einzelkind. In intakten Großfamilien (wie den legendären „Waltons“) sind Kinder hingegen eine Wohltat und Bereicherung für das Familienleben. Genaueres dazu im Beitrag vorher, speziell wie sich die OSZ diese „Bereicherung“ konkret vorstellt.

Großfamilien sind einfach ein Synonym für die Intaktheit der zwischenmenschlichen Beziehungen, biologische Ernährung und perfekte Kindeserziehung. Vor den Alleinerziehenden hingegen, speziell vor deren Kindern, kann gar nicht eindringlich genug gewarnt werden, wie die Vorfälle auf Ameland uns lt. OSZ gezeigt haben.

Aus diesem Grunde, und zur Prävention weiterer Vorkommnisse egal welcher Art, wird an sozialen Brennpunkten (also Gegenden, in denen der Anteil alleinerzogener Kinder über 25% liegt), und in Nähe von „Kinderläden, -horten und-gärten, sowie natürlich Landheimen eine neue Verkehrstafel aufgestellt, die als Warnung vor sozialem Gefälle konzipiert ist. Dank seiner gewaltigen Bildersprache bringt es die ganze Problematik exakt auf den Punkt:

Achtung, Alleinerziehend!

Zur Bedeutung des Schildes und zur Notwendigkeit der Beschilderung erklärt Verkehrsminister Westerwelle auf einer Pressekonferenz (die großzügigerweise von der Fa. Schilder-Macher GmbH, Ameland, unterstützt wurde) im Hotel Möwenpick:

„Wir erkennen auf Anhieb und sofort; allein ist sie, die alleinerziehende Frau, auf weiter Flur. Die Haltung des rechten Armes, etwas gewinkelt im Handgelenk, spiegelt eine sichtbare „Genervtheit“ wider, auf jeden Fall weder Zuneigung noch gar Liebe zu dem Kind. Dieses wird nur lästigerweise mitgeschleppt. Unterstützt wird diese Haltung durch die linke Hand, die aufreizend gleichtgültig in der Jackentasche ruht.

Der kurze Rock deutet an, dass diese genervte Frau lieber etwas ganz anderes anstellen würde, als mit dem Kind spazieren zu gehen. Die Fa. Schilder-Macher GmbH, Ameland, die dieses Kunstwerk schuf, deutet damit sogar an, dass es sich nicht um „spazieren“ im Sinne einer freiwilligen Freizeitaktivität handelt, sondern um den Gang zum Sozialamt oder Vormundschaftsgericht. Die deutlich sichtbaren Fetzen am (für meinen Geschmack ohnehin viel zu kurzen) Rock untermauern diese Analyse. Das würde ausserdem besser zur ihrer Körpersprache passen. Der zu kurze Rock lässt allerdings pikante Spekulationen, gar Schlussfolgerungen auf ihrnen Gelderwerb, der illegalerweise zusätzlich zu Harz 4 erfolgt, zu. Und auf den Vater dieses Kindes.

Freiwillig geht sie jedenfalls nicht den Weg, den sie geht, erst recht nicht mit dem nahezu geschlechtsneutralen Kind an der Hand. Der kleine schwarze Zipfel am rechten Rand des Kindes könnte auf ein Mädchen deuten, oder auf einen Jungen, aber das ist eine doch sehr gewagte Interpretation dieses Werkes und keine Festlegung. Offensichtlich ist aber die Schusswunde, das Kugelloch am Hals des Kindes. Hier wird eine Tötungsabsicht durch die Mutter latent impliziert. Kinderhass, verursacht durch Sozialneid, ist grade bei Alleinerziehenden eine häufige Ursache für häusliche Gewalt.

Entscheidend für das Verständniss dieses Werkes ist dennoch das hier als lebend dargestellte Kind. Es schwenkt den mütterlichen Kopf locker bis genüsslich in der rechten Hand und scheint sagen zu wollen: „^Knall mich ruhig ab, ich mach mit dir eh, was ich will“, ja das scheint es deutlich zu sagen. Und sich darüber zu freuen. Die bewusst triste, gradezu monochrome, Farbgebung des Werkes muss gar nicht mal mehr extra betont werden.

meinedamenunheren, Kein anderes Verkehrsschild auf der Welt wird jemals so viel soziale Kompetenz, aber auch soziale Brisanz auf mal transportieren, wie das aktuelle Werk der FDP. Wir werden es in Ameland, Osnabrück, aber auch an jedem weiteren Ort, wo sich Kinder von Alleinerziehenden rumtreiben, aufstellen.
Zur Finanzierung werden wir diesen Leuten das Elterngeld kürzen. Wir erhoffen uns von diesem Schritt eine Rückkehr in den Schoß der intakten Großfamilie, und sichern dadurch wertvolle Arbeitsplätze bei einem der größten Arbeitgeber dieser Region: der Schilder-Macher GmbH, Ameland, die uns diese großartige, 4-tägige Pressekonferenz in diesem großartigen Hotel bezahlt hat. Danke also Heinz Macher (mein Vetter), und Dank auch an Hern Huber, den Betreibe dieses Hotels und Gatte meiner Schwester. So, meinedamenundherren, muss eine Großfamilie funktionieren. Dafür zahlt der Staat gerne.

dankefürdieaufmerksamkeit hüstel.“

Soweit die Rede von Minister Westerwelle.

Nur Fiktion? Nein, nicht mal bei dem Schild. Es handelt es sich nicht um eine billige Bildmontage, das „Original“ steht in Köln in der Fußgängerzone:

Ein weiser Russe hat mal gesagt (Frei übersetzt)

„Kinder sind wie Blumen auf dem Grab ihrer Eltern“

Der dürfte schon damals seine Kinder im Sommercamp gehabt haben, alleinerziehend gewesen sein, aus einer Kleinfamilie stammen, und Leser eines „Sonntagsblattes“ gewesen sein.

Gute Nacht, John-Boy!

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