Die Fußball-WM. Eine wirklich allerhöchst fragwürdige Veranstaltung

Falls der ein- oder andere es noch nicht bemerkt hat: Es ist wieder Fußball-WM. Und völlig zu recht mehrt sich die Kritik an dieser Veranstaltung. Obwohl eine Fußball-WM unter den Produktnamen „Sommermärchen“ vor vier Jahren noch gut angekommen ist, bei dem phantasievoll (und sicherlich sehr teuer) als „Wintermärchen“ deklarierten diesjähringen Relaunch geht allerhand schief, und im Volk regt sich Unwillen. Nicht nur deshalb, weil der Marketingname „Wintermärchen“ von der gleichen Agentur ausgedacht wurde, die sich Namen für die Ölauslauf-Stoppaktionen von BP ausdenkt, und, da die langsam denken, die ganze Aktion echt verzögert.

Nun aber zu den Kritikpunkten. Ganz oben auf der Liste: Die Spiele. Meist Grütze (bis auf D-AUS und noch ein oder zwei). Was soll das? Den Brasilianern ist kalt, die Franzosen haben kein Bock, den Italienern fehlt Inzaghi, der die Elver schindet, die Nordkoreaner verschwinden geheimnisvoll, aber das sind doch Ausreden.

Die Spiele aber, die nicht grottenschlecht sind, sind zu schnell. Schieds-und Linienrichter haben in schnellen Spielen einfach keine Chance zu erkennen, ob ein Ball im Tor war oder nicht. Die Spieler sind extrem rücksichtslos geworden. Da wird nach vorne gespielt, ohne darauf zu warten bis ein Schieds- oder Linienrichter mitgelaufen ist. Dann wird der Ball aufs Tor gedroschen, und bringt die Schieds- und Linienrichter in peinliche Situationen. Hustend und keuchend wird diskutiert ob das drin war oder nicht, und dann gewürfelt. Solche Szenen will doch niemand sehen.

Schlimmer als die Schieds- und Linienrichter sind nur noch die Torhüter. Klar, die wissen, dass die Schieds- und Linienrichter von der Mittellinie aus nicht sehen, ob der Ball im Tor war, aber das ist ja wohl keine Ausrede. Der letzte Nordkoreaner hat es ja sagenhafte 7 mal probiert und jedesmal beim Würfeln verloren.

Zu einem Problem werden aber auch die Fans. Ein guter Fan geht natürlich zu jedem; ich wiederhole: jedem Spiel seiner Mannschaft und ist nicht nur dann präsent und verhaltensauffällig, wenns mal gut läuft. Aber jetzt kommen die Schland-Ratten wieder aus ihren Löchern und Garagen gekrochen und gefahren, und machen mit Vuvuzolas, Gas- und Autohupen und Gegröle die Gegend unsicher. Wobei diese nicht mal vor dem Sonntag zurückschrecken.

Und überhaupt: Die Vivuzelas. Klingt wie die Baustelle am Bahndamm. Von der Stimmung im Stadion kommt überhaupt nicht über ausser „mööp“. Mit Vuvozela-Filter kommt gar nichts nichts mehr über, aber man hört die Reporter wieder. Und das ist noch übler. Buschido kommentiert bei rtl, Belarethy bei dem einen öffendlichrechtlichen. Mein Lieblingszitat von Belarethy: „das 2:0 ist ganz wichtig, denn vorher stand es ja nur 1:0“. Gut, dass mir das jemand mal erklärt hat. Ausnahme: Detzer oder Nelling lobten heute ausdrücklich, dass die deutschen Spieler nach dem England-Sieg „so ruhig und wohlartikuliert“ antworten. Ich teile dieses Lob, denn angesichts der saublöden Fragen (Herr Klose, freuen sie sich über ihr entscheidendes Tor?) hätte ich das wahrlich nicht gekonnt.

Ferner ist die „Wintermärchen“-WM eine Umweltverschmutzung allererster Güte. Als da wären: Autofahren ohne Grund, mit nutzlosem Ballast (10 Mitfahrer, OK, zumindest mit leichter Bekleidung, sinnloses Hupen (Hupen kostet Sprit, es erhöht den Spritverbrauch fast so stark wie der Betrieb einer Klimaanlage), Entsorgung defekter Vovuzielas usw… Damit erhöht sich unser Klima spontan wieder mal um drei Grad Zelsius.

Und überhaupt: Afrika so als Kontinent profitiert nicht im Mindesten von der WM. War auch Thema bei G20. Bruttosozialprodukt, Jobs – alles Lüge. Die Stadien haben schließlich deutsche Firmen gebaut.

Und auch die deutsche Wirtschaft ist unzufrieden. Denn die WM findet ja nicht hier statt, sondern in Afrika. Und Nike (US-Konzern) führt deutlich gegen Puma und Adidas, obwohl Ballack ja extra nach Herzogenaurach gefahren war, um für Gefahr im Mittelfeld zu sorgen.

Zuallervorletzt muss erwähnt werden, dass es schon prinzipiell zutiefst nationalistisch ist, Nationalmannschaften zu unterstützen. In Zeiten, in denen die Probleme unserer Erde ein Zusammenstehen der Länder und Kontinente fordern, so eine nationalistische Veranstaltung abzuhalten und im Fernsehen auch noch zu propagieren.. wo leben wir denn?

Und das schlimmste: Beim Public viewing hat so ein Asi auch noch versucht  durch seine Vuvuzela mein Bier auszuschlabbern. Dachte wohl, ich merk das nicht.

Gute Besserung.

Hoffentlich ist die WM bald vorbei und vergessen.

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4 Antworten to “Die Fußball-WM. Eine wirklich allerhöchst fragwürdige Veranstaltung”

  1. KaBa Says:

    Was für ein dämlicher Text. Soll er doch lieber ein Buch lesen.

  2. Rattengift Says:

    Was für ein Miesepeter schreibt so einen Stuss?
    Soll doch besser in den Keller gehen der Spinner.
    Solche neunmalklugen Sonderlinge braucht kein Mensch.

  3. jebac Says:

    Also gut. Ich gehe in den Keller und lese da ein Buch.

  4. Fragezeichen Says:

    Elver – Vuvuzolas, Vivuzelas, Vuvozela, Vovuzielas – Buschido, öffendlichrechtliche, Zelsius…

    Ist das Absicht? Ich fürchte nein. Wie überhaupt unklar bleibt, ob der Text ironisch sein soll oder ernstgemeint ist. Wobei das letztlich auch egal ist, weil es so oder so einfach nur belangloses Geblubber ist.

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