Noch ein Nachtrag

heute, genau wie an jedem anderen Sonntag, treffen die Sonntagsblätter im Briefkasten ein. Deshalb (vermute ich) heissen die auch Sonntagsblätter. Das Sonntagsblatt am Mittwoch macht eine Ausnahme, aber nu ja, die Ausnahmen bestätigen die Regel doch nur.
Mit großer Freude habe ich an diesem Sonntag bemerkt, daß speziell das konservativste aller Gratis-Postillen noch verschärfter auf Jugend setzt.
Unsinnige Abkürzungen, Rechtschreibfehler, Interpunktion (- was ist denn das -?) ein fast unleserlicher Leitartikel; das kommt an. Nebenbei wird noch elegant demonstriert, dass die Autor/innen die Thematik der verzapften Artikel genau so wenig peilen wie potentiellen Leser/innen.
Es ist eben nicht egal, wer die DPA-Mitteilung so umschreibt, dass keine Lizenzgebühren anfallen.
Und auf die pädophilen, pornogeilen Priester kann man auch besonders gut herab blicken, wenn der Anzeigen-Teil nur aus zwei Seiten mit einschlägigen Inseraten besteht.
Ja, das will die Jugend: Protest gegen die Gesellschaft und ihre restriktive Rechtschreibung, und endlich Sex-Angebote, die nicht mehr nur von Pfarren kommen.

Gut, dass ich anders bin. Ich fahre, aus Solidarität mit der von den Medien abgesägten Frau Käßmann, nie mehr nüchtern Auto.
Soviel Solidarität bin ich als Evangele ihr schuldig. Die Ur-Christen in den römischen Katakomben haben schliesslich auch Kopf und Kragen riskiert, um „dem Boss“ näher zu kommen.

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