Trends? – LOL

Es ist mal wieder Cebit, und – um es auf den Punkt zu bringen – alle Experten der Welt rätseln herum, wie man finanzstarken Zielgruppen das Geld mit neuen Trends aus der Tasche leiern kann. Eine klassische Zielgruppe dabei sind die Jugendlichen, natürlich. Obwohl Deutschland, statistisch gesehen, mal wieder vergreist, gibt es immer noch etwa 10 Millionen Jugendlicher hier. Diese sind zwischen 10 und 20 Jahren alt, und „verdienen“ durchschnittlich 200 € im Monat an Geld von Mami und Papi, und können das für Luxus ausgeben (um den Umgang mit Geld zu lernen), denn um ihren Lebensunterhalt müssen die sich (ebenfalls statistisch gesehen) noch nicht kümmern. Eine Zielgruppe mit 2 Milliarden € an Umsatzpotential also, mit dem alleinigen Ziel, dies Geld dafür auszugeben, um im „Trend“ zu sein.
Playstation, Burger Meal, 1-€-Saufen, Handyklingeltöne – das war doch gestern. Was also drehen wir diesen Menschen heute an? Noch rätseln die Experten, dabei ist das doch so einfach.
Fast 100 % aller Jugendlichen dieser finanzstarken Zielgruppe leiden unter einer Krankheit namens Pubertät. Diese führt erstens bei mindestens den 50% der Zielgruppe, die männlich sind, zu Akne, weshalb der IT-Trendscout-Markt auch mit Akne-bedingten Umsatz-Einbußen von 500 Millionen € rechnet. Diese werden sinnloserweise in anti-Akne-Creme investiert. Man muss dem Kunden bzw. Patienten nur klar machen, dass er/sie krank ist (anstatt zu erklären, dass er/sie eine ganz normale hormonelle Umstellung durchzumachen, die geringere Nebenwirkungen hat als manches Medikament gegen die Symptome; egal), aber 1,5 Milliarden Restvolumen sind ja auch nicht übel. Zweitens zeichnen sich Pubertäts – „Patienten“ durch psychische Veränderungen aus. Sie sind nämlich gegen alles, was die Elterngeneration macht,und zwar radikal. Die alten Griechen, darunter Platos Zeitgenossen, regten sich schon darüber auf, dass ihre nichtsnutzigen Kinder in Kürzeln reden, anstatt in den wohlgeformten Sätzen, auf die die Eltern so stolz waren. Das christliche Symbol des Fisches für Jesus Christus entstammt dieser Tradition, denn die lateinischen Verwendung der ersten Buchstaben von XXX, auf griechisch übersetzt, bedeutet xxx ( = Fisch auf deutsch).
Im Byzanz des 4. jahrhunderts nach Christi kleideten sich die pubertiernden Jgentlichen nach mongolischer Mode und trugen die Bärte (sobald sich diese entwickelten) nach mongolischer Mode zu einer Zeit, als Attilla der Hunne vor der Tür des letzten Postens der westlichen Welt stand und drohte, diese zu vernichten.
Es gibt noch viel mehr Beispiele aus der Geschichte, aber alle gleichen sich darin, dass die Pubertät zu einer Anti-was-Eltern-machen-Haltung führt.
Drittens: Pubertät ist eine ernsthafte, weil teure „Erkrankung“, aber nicht ansteckend.
Zurück zum Thema: Um den aktuellen Trend zu erkenne, muss man folglich nur wissen, was die Eltern machen, und das Gegenteil davon aufspüren. Was machen also die Eltern? Sie fangen seit neuestem an, sich für das Internet, für Handys und für regional orientierte Internet-Recherche zu interessieren. „Wie, der Frisör um die Ecke ist nicht im Netz? Wie krieg ich denn dann meinen Termin da?“ Das die Mutter; Vater wird vielleicht zu den nur noch 16 % der Internetz-Nutzer gehören, die Sex als Suchwort eingeben.
Was also tut das Kind? No Sex before marriage, kein Frisör, kein Internet.
Hier also die Trendprognose der Cebit 2010: Handys aus Holz, mit denen man nicht telefonieren kann. Und den guten alten Abacus, um nachzurechnen ob das Taschengeld auch stimmt, was dann ja für Mode im Westerwelle-Stil („Mami zahlt das Möwenpick, nicht der Steuerzahler“) oder für ein Gespräch mit dem aktuellen Ministerpräsidenten ausgegeben werden kann. Nicht zu vergessen: Die Kirchen bieten im Bezug auf solche Tabus bereits jetzt aktuelle Extraleistungen an, die voll im Trend sind. Sei es Fahren mit Alkohol oder Sex mit dem Pfarrer, Hauptsache immer gegen das, was die Eltern gut finden.
LOL

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