Archive for März 2010

Was haben der Rhein und Arminia Bielefeld gemeinsam?

März 27, 2010

Richtig: Punktabzug durch Manipulationen.

Während die Arminia aber nur 3 Plätze in Liga 2 verliert, erwischt es den Rhein ungleich über. Durch Manipulationen Unbekannter (angeblich ein simpler Zahlendreher, wie er in den 60gern wohl gerne mal vorkam), warb der Rhein jahrelang damit, der längste deutsche Fluß zu sein,
und international immerhin auf Rang 163 zu stehen (der punkt- bzw. längengleiche gleiche Iguacu (Südamerika) landete aufgrund der geringeren Abflußmenge auf Rang 164), satte 13 Plätze vor der Elbe.
Dadurch, daß dieser Schwindel jetzt aufflog, steht der Rhein aktuell nur noch auf Rang 181, und muss somit internationale  Nobodies wie Krishna (Asien), Shire (allerdings nur zusammen mit Ruhuhu; beide Afrika, Aruwimi (ebenfalls Afrika, und zwar im Blauen Gebirge, wer es genau wissen will), North Saskatchewan River (Nordamerika), Kerulen, Vaal, Chenab, Seja und Juruena an sich vorbei ziehen lassen. Und das Team Elbe/Moldau, natürlich. Immerhin, ein schwacher Trost bleibt dem Rhein:  bei der Mittleren Abflußmenge scheint vorerst alles beim Alten zu bleiben. Ein satter 112. Rang, weit vor der Elbe. Und die Transporte per Schiff (von Schaffhausen nach Rotterdam zum Beispiel) verkürzen sich so um satte 7%.

Fazit: Überall wird gekürzt, jetzt sogar beim deutschesten Urgestein, dem Rhein. Vielleicht ein Fall für Westerwelle? Macht er den Rhein wieder lang?  Durch steuerliche Absenkungen in den Alpen etwa?
Verglichen damit wäre die Kohlsche Heldentat der deutschen Wiedervereinigung doch so, als wenn ein Sack Reis in den Krisha kippt.

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und noch ein Nachtrag:

März 26, 2010

Ist wirklich jeder Priester ein Pädophiler?

Die Antwort kommt per Zufall. Ich suche immer noch die Dali-Version der Bibel. Die mit den wahnsinnigen Originalgemälden. Und das auch bei filesharern, wenn es denn nicht anders geht.
Dabei finde ich beispielsweise (Suchbegriff Bibel bzw. holy bible) die folgende Auswahl als Download-Angebot:

piest

Ist es nicht tröstlich zu wissen, daß nicht alle Geistlichen pädophil veranlagt sind, sondern oft  auch nur herkömmliche Veranlagungen zeigen? (Über die „Young fatties“ könnte man  noch diskuieren).

Und sogar ihr Lachgas selber herstellen müssen? Ihre Hobies vermarkten müssen, also z. B. Fotos von dicken Messdienerinnen über 18, um über die Runden zu kommen.  Tragisch, aber nicht kriminell.

Und ein aktueller Nachtrag zum Nachtrag:

März 22, 2010

Arme Religionen: Die einen haben die Alkohol-Affäre, die Anderen die Missbrauchs-Affäre.
Aber doppelt schlimm erwischt es uns VFL-Fans, denn wir haben die Alkohol-Missbrauchs-Affäre.
Angeblich. Warum wirklich zwei Spieler des VFL spontan suspendiert wurden und per Bahn die Rückreise vor dem wichtigen Spiel bei den Stuttgarter Amateuren antreten mussten, ist ein Staatsgeheimnis.
Spekulatius statt Oblate also. Was könnte los gewesen sein?
„Missgriff in der Speisekarte“ lautet die Mutmaßung der NOZ, aber was kann man den essen, um sich so zu disqualifizieren? Knoblauch? Bohnen? Fakt ist, es sind schon Spieler vom Platz geflogen, weil sie Letzterem exzessiv zugesprochen hatten und einen „mächtigen, übel riechenden „Koffer““ im gegnerischen Strafraum „stehen ließen“.
Eher war es wohl Trinken, also die Getränkekarte der Speisewagen in diesem Falle. Man muss darauf etwas suchen, aber das Kleingedrückte hinter „Schlöffenhofener Hefeweizen Alkoholfrei“ oder so bietet echtes Bier.
Heißt ja auch „Speisewagen“ und nicht „Getränkewagen“. Wir müssen ein Zeichen für Frau Käßmann setzen, werden sich diese Vollblut-Profis gedacht haben, als sie sich langsam in die Grauzone der Speisekarte vorpirschten. Fettdruck also bei dieser Mission: Gott und sein Engel werden uns beistehen!
Der Rest ist bekannt: Mission Rückfahrt, Konstantin Engel schießt den VFL zum Sieg, Gott sei Dank.
Bleiben nur noch zwei Fragen: Die Erste; warum das Vergehen eigentlich „Alkoholmissbrauch“ heißt. Was soll man angesichts dieser tollen Ergebnisse denn sonst damit machen?
Die Zweite: Lassen sich die beiden besoffenen betroffenen Spieler denn jetzt auch Scheiden, um noch mehr für den Verein und für die Kirche zu tun? Mein Tipp: Ja, denn sie denken auch an das Torverhältnis. Damit es demnächst auch mal wieder einen 2:0 Sieg gibt.

Noch ein Nachtrag

März 21, 2010

heute, genau wie an jedem anderen Sonntag, treffen die Sonntagsblätter im Briefkasten ein. Deshalb (vermute ich) heissen die auch Sonntagsblätter. Das Sonntagsblatt am Mittwoch macht eine Ausnahme, aber nu ja, die Ausnahmen bestätigen die Regel doch nur.
Mit großer Freude habe ich an diesem Sonntag bemerkt, daß speziell das konservativste aller Gratis-Postillen noch verschärfter auf Jugend setzt.
Unsinnige Abkürzungen, Rechtschreibfehler, Interpunktion (- was ist denn das -?) ein fast unleserlicher Leitartikel; das kommt an. Nebenbei wird noch elegant demonstriert, dass die Autor/innen die Thematik der verzapften Artikel genau so wenig peilen wie potentiellen Leser/innen.
Es ist eben nicht egal, wer die DPA-Mitteilung so umschreibt, dass keine Lizenzgebühren anfallen.
Und auf die pädophilen, pornogeilen Priester kann man auch besonders gut herab blicken, wenn der Anzeigen-Teil nur aus zwei Seiten mit einschlägigen Inseraten besteht.
Ja, das will die Jugend: Protest gegen die Gesellschaft und ihre restriktive Rechtschreibung, und endlich Sex-Angebote, die nicht mehr nur von Pfarren kommen.

Gut, dass ich anders bin. Ich fahre, aus Solidarität mit der von den Medien abgesägten Frau Käßmann, nie mehr nüchtern Auto.
Soviel Solidarität bin ich als Evangele ihr schuldig. Die Ur-Christen in den römischen Katakomben haben schliesslich auch Kopf und Kragen riskiert, um „dem Boss“ näher zu kommen.

Nachtrag: Salzspenden

März 19, 2010

So sieht das aus:

Salzspendenbox - demnächst auch in Ihrem Supermarkt

Salzspende

Harz 5; Part I

März 15, 2010

Schulungen haben auf mich eine eigenartige Wirkung.
Wenn der Schulende überzeugend ist, bleibt der Eindruck hängen, alles zu können, wenn man nur exakt das umsetzt, was einem da eingebläut wurde. In Wahrheit gibt nur ein paar triviale Regeln, die der Verkäufer beachten muss, um erfolgreich zu sein; völlig egal, wann, was und wem er/sie verkauft.
Beckmann spielt Chaplin. Ein banaler Satz. Und man fragt sich hier zu Recht, was hat der denn damit zu tun (außer daß das Konzert gleich um die Ecke stattfindet?). Ganz einfach: Charles „Charlie“ Chaplin ist jemand, der aus ganz kleinen Verhältnissen kommt, naiv und blöde war, und einfach alles erlernt hat, und anschließend auch konnte. Und zwar perfekt.
Das Einzige, was er anfangs intuitiv konnte, war verkaufen. Das basiert wohl auf der Lebensgeschichte; dem Alltag in London um 1900, in dem man vieles für sich selber schönreden muß, einfach um mental zu bestehen und die Chance zu haben, aus dem deprimierenden Alltag raus zu kommen.
Er vermaktete sich selber als Darsteller (im Sinne von Schauspielern an öffentlichen Theatern, die damals die Rolle des heutigen TV und Internet einnahmen; nicht im Sinne dessen was der Herr Pfarrer darunter verstehen mag), und das auch noch sehr teuer.
Sehr mutig; „billig taucht nix“ wird er sich gesagt haben und hat für Alles, was er machen wollte, den höchstmöglichen Preis gefordert.
Lehre Nr. 1: Wer zu billig ist, stellt sich selber, bzw. die Qualität seiner Produkte, in Frage. Habe ich auch grade gelernt auf meiner Schulung.
Meine Erfahrung dazu sagt: Qualität für günstigen Preis (also das Aldi-Prinzip revised) zieht erst mal nur Leute an, die zwar Qualität wollen, aber diese für lau.
Kurz noch zwei Anmerkungen: die Erste zu dem, warum ich C. Chaplin so bewundere. Ein zu dem Zeitpunkt bestenfalls „einigermaßen“ bekannter Schauspieler schreibt ein Drehbuch.
Aber er findet keinen Regisseur, also macht er das selber. Er findet keinen Hauptdarsteller, keinen Komponisten für die Musik, keinen Musiker, der die Filmmusik spielt, kein Geld um das Projekt zu realisieren – und macht alles selber.
Der Film heißt „The Kid“. und war 1929 ein Welterfolg. Hauptdarsteller, Regisseur, Produzent, Komponist, … Immer derselbe: Mr. Chaplin. Der unverschämte, geldgierige Kleindarsteller aus London hat sich gemausert, denn inzwischen kann der das Alles.
Die zweite Anmerkung: Thomas Beckmann spielt seit Jahren Werke von Chaplin (und anderen); oft als Benfizaktion für Arme und Obdachtlose. Thomas Beckmann ist Cellist, und die Werke zusammen mit Piano, die ich kenne (oh that fish z. B.) sind genial.
Einfach wie Bach – direkt zum Mitpfeiffen, und Ohrwurmgefahr besteht auch. Mit der Version von „Smile“ aus Modern Times hat sich jeder Hörer bislang noch infiziert.
Ein 70 Jahre alter Ohrwurm ist immer noch genau so infektiös wie damals. Genau wie die Schweinegrippe von damals.

Rückblick: Tag der Frau

März 11, 2010

Der Tag der Frau ist zu einer festen Instanz in diesem unserem Lande geworden. Frauenrechtler und Rechtlerinnen erklären einmütig, die Frau sei real benachteiligt.
Floristen und Floristinnen versuchen zum Tag der Frau zwar, die Blumen, die am Valentinstag nicht verkauft wurden und noch nicht allzu welk sind, jetzt an reumütige Männer loszuwerden, aber an der realen Benachteiligung ändert das angeblich nichts.
Aber stimmt das überhaupt? Ist die Frau real benachteiligt? Hier, jetzt und heute?

Um das rauszufinden, gibts nur einen Weg: Ab zum Real, und gucken, wo die Frau steht.
Stop Nummer eins ist der Getränkemarkt, weil der liegt gleich hinter dem Eingang. Da grinst Christina aus der Wasserkiste neben Regina, aber Hugo, Otto oder Heinz suche ich vergeblich. Männer sind wohl nicht mal so marktfähig wie die Kleinstädte in OWL oder die Vororte grauer Großstädte; siehe Öttingen (München) oder Kronsberg (Hannover).
Nächste Station: Zeitschriften. Geht klar an die Frau. Brigitte, Lisa, Helga und wie sie alle heißen mögen.
Zwischenstand: 6:0.
Bei Elektro erhöht Severin auf 7:0, bevor Magnum, der Staubsaugersack, den etwas fragwürdigen Anschluss erzielt. In der Süßigkeitenabteilung erhöht Mozart mit der Kugel zum 7:2, allerdings ebenso fragwürdig.
Klarer dagegen die Roland Brezeln und Don Simon, der Tütenwein; Die russischen Politiker in der Schnapsecke zählen hingegen nicht (weiss man bei Gorbatschow beispelsweise, ob Michail oder Raissa gemeint sind?). Auch Captain Jack kann die Steilvorlage nicht nutzen.
Mit dem 7:2 geht es zu den Tütensuppen. Nee, Maggi (sprich Meggi; wie Maggy Thatcher) als denglische Kurzform von Margareth(e) zählt nicht. Dann kann ich genau so gut in die Heimwerkerecke gehen und alle Bretter (= Brett; als denglische Kurzform von Brat wie Brat Pitt; und Brat-Pfanne aus der Kochecke sowieso)) auch als Männerpunkt zählen.
Mal abgesehen vom Tag der Frau: Bodenständige Menschen, Chemiker, Heimwerker und notorische Falliten sollten ihre Kinder sowieso nicht nach ihrem Wohnort, Job oder der Perspektive daraus benennen: Halle, Paris, Esther, Brett (Brad), oder Nicole (nie-kohle gesprochen) sind .
Dasselbe gilt für Meica. Der Frauenname wäre Meike, und Koseworte wie „Kleine Knackzarte“ oder ähnliche Würstelnamen; da fangen wir gar nicht erst mit an.
Heinz und Thommy schaffen das klare 7:4, Beim Fleisch erhöht Hertha auf 8:4, bevor Abraham mit dem Schinken das 8:5 erzielt. Harry und sein Brot erzielen das 8:6, aber direkt im Anschluß, nämlch in der Kaffeabteilung macht Melitta das 9:6.
Ein spontaner Klimawandel dann im Kühlregal. Zunächst nutzen wiederum die Frauen ihn besser. Dr. Öttker spielt steil auf Paula, die netzt ein zum 10:6. Zuckermädchen erhöht auf 11:6, bevor Franz Weichkäse eingewechselt wird. Und er schafft den zwischenzeitlichen Ausgleich!
Bevor der Pfiff zur Gemüseabteilung ertönt, heisst es 11:11, nachdem Rötkäppchen wegen Abseits abgepfiffen wurde. Das verspricht, auf dem Weg zur Kasse noch ein ganz spannende Ding zu werden.
Also zur Gemüseabteilung. Und die Männer starten unterirdisch. Denn unter der Erde regiert die Frau. Bei den Kartoffeln ist Frau absolute Spitze. Sieglinde, Anabella, und wie die Mädels alle heißen.
Chiquita „Banane“ dann noch mit dem 17:11.
Ariel die Meerjungfrau steht im Abseits beim nächsten Treffer, der in der Wasch- und Spülmittelabteilung fällt. Also weiter zur Duftecke.
In der Parfümerie machen die Frauen dann alles klar. Hugo steht fast alleine auf weiter Flur (Bruno kommt zu spät), denn ausgerechnet Otto (Kern) bringt mit mindestens einem Eigentor-Hattrick (Hattrick klingt zwar wie Pattrick, zählt hier aber nicht als Mann, keine Sorge) die Entscheidung. Gabriela Sabatini, Naomi Kempel, Christina Aquidingsda, und Halle Berry.
Wobei Halle als Mädchenname genau so grenzwertig ist wie Brett. Ich kann mir das nur so erklären, dass sie in Halle oder in einer Halle gezeugt wurde, als romantische Erinnerung. Dann hätte sie sogar noch Gück gehabt. Ein Schlafzimmer in Wanne-Eikel beispielsweise; nicht auszudenken.
Die Entscheidung ist gefallen. Regina das duftige Klopapier, und Sandra die Küchenrolle machen den Sack zu.
Omas Dosensuppen fallen dann auch nicht mehr ins Gewicht. Genausowenig wie Fanny (Pfanny), Linda Schmutz-ab, und die bitteren Pillen von Arnika, Veronika etc..
Walter Glas setzt mit Nadine, Kayla und anderen Mädels noch eins drauf, bei den Wasserfiltern schliesslich Britta mit dem 35:15.
Zu allem männlichen Elend kommt dann noch Lila. Ein Frauenvorname, der in Osnabrück extrem beliebt ist. In der Deko-Abteilung gleich nach Rosa auf Platz zwei. Warum gibt es keine Farben mit Männernamen oder umgekehrt? Braun Rasierer, ok, aber keine Vasen oder Anzüge in der Modefarbe „Herbert“.
An Ken und Barbie vorbei gehts zur Kasse, Magnum II grinst zwar eisig aus der Truhe, aber auf dem Parkplatz stellt Mercedes den alten Abstand in der Schlussminute wieder her.
Ergebnis: In Real nichts zu holen für die Männer, denn die Frauen gewinnen die Frauen deutlich mit 49 zu 17. Nach früher Führung im Getränkemarkt konnten die Männer durch Würzsauce und Käsetheke aufholen, aber das KO durch die Obstabteilung und die bärenstarke Duftecke am Ende nicht verhindern. Deko machte das Debakel perfekt.

Wurst und Politik

März 7, 2010

Eines muss man der Frau Merkel ja lassen: Das Problem Westerwelle wollte sie elegant lösen. Wenn man mit dessen Partei schon eine Traumkoalition eingehen muss, wird sie sich gedacht haben, dann
will ich den wenigstens nicht die ganze Zeit vor den Füßen haben. Und schwupps – wurde er Außenminister. Die werden traditionell dafür bezahlt, dass sie im Ausland sind. Kann kein Auswärts – nicht mal englisch? Egal. Er ist ja schliesslich deutscher Aussenminister. Und nicht englischer, süamerikanischer oder sowas.
Der Plan war gut, aber er hat nicht funktioniert. Es macht sowieso jeder Minister, wozu er grade Lust hat. Karl-Theo trifft sich immer noch mit Wirtschaftsvertretern, angeblich zwar nur um denen zu sagen, dass er nicht mehr Wirtschaftsminister ist,
aber das oft und gerne. Aber bei Herrn Westerwelle ist das anders. Der macht Innenpolitik, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Auf die knallhart ehrliche Art, nicht wie so ein Harz-Vierer. Von denen will und muss er sich distanzieren. Und sagt, er hat keine Lust mehr, dass es in Deutschland nur noch Leute gibt, die vom Staat bezahlt werden.
Lange Zeit dachte man ja, dass das speziell auf Staatsdiener wie z. B. Minister zutrifft, aber weit gefehlt. Das war früher. Die Privatisierung hat auch in der Politik Einzug gefunden. Die Preisliste liegt noch nicht offiziell vor, aber ein paar Sachen sind
bereits durchgesickert. Gesetze sind relativ teuer, ab 1 Million geht da was. Aber das Geld ist ja schnell wieder drin. Gespräche mit dem Minister gibts schon ab 20.000 €. Nicht teuer, aber davon braucht man einige bis zum Gesetz. Fliegen mit der FDP ist dann der nächste Schritt, da wird das Gesetz klar gemacht. Kostenpunkt 160.000 € (plus Ticket), die selbstverständlich sehr gut angelegt sind.
Klar, dass Guido am liebsten weit weg fliegt (da kann man gleich mehrere Gesetze planen) und nur kurz bei den Ausländern bleibt, denn man versteht eh nicht was die reden, und Gesetze kaufen die von Ihm auch nicht.
Und wenn am Ende denn alles klar gemacht ist (wie bei den Hotels beispielsweise) kommt der Außenminister auch gerne persönlich zur Einweihung und redet irgendwas. Kosten: Keine. Komplett gratis.
Allerdings muss man dazu wissen, dass Guido nur mit Lebensgefährten kommt, und der kassiert, damit er mitkommt. Und spendet sein Honorar dann an wohltätige Organisationen wie die FDP.
Klar, dass man sich dann als echter Dienstleister sieht, und nicht als jemand der Geld vom Staat kriegt. Und was sagen die Leute dazu, die dem Staat immer noch auf der Naht liegen? Traditionell folgendes: „Es gibt zwei Sachen, bei denen man nicht wissen möchte, wie sie gemacht werden: Wurst und Politik“.

Trends? – LOL

März 3, 2010

Es ist mal wieder Cebit, und – um es auf den Punkt zu bringen – alle Experten der Welt rätseln herum, wie man finanzstarken Zielgruppen das Geld mit neuen Trends aus der Tasche leiern kann. Eine klassische Zielgruppe dabei sind die Jugendlichen, natürlich. Obwohl Deutschland, statistisch gesehen, mal wieder vergreist, gibt es immer noch etwa 10 Millionen Jugendlicher hier. Diese sind zwischen 10 und 20 Jahren alt, und „verdienen“ durchschnittlich 200 € im Monat an Geld von Mami und Papi, und können das für Luxus ausgeben (um den Umgang mit Geld zu lernen), denn um ihren Lebensunterhalt müssen die sich (ebenfalls statistisch gesehen) noch nicht kümmern. Eine Zielgruppe mit 2 Milliarden € an Umsatzpotential also, mit dem alleinigen Ziel, dies Geld dafür auszugeben, um im „Trend“ zu sein.
Playstation, Burger Meal, 1-€-Saufen, Handyklingeltöne – das war doch gestern. Was also drehen wir diesen Menschen heute an? Noch rätseln die Experten, dabei ist das doch so einfach.
Fast 100 % aller Jugendlichen dieser finanzstarken Zielgruppe leiden unter einer Krankheit namens Pubertät. Diese führt erstens bei mindestens den 50% der Zielgruppe, die männlich sind, zu Akne, weshalb der IT-Trendscout-Markt auch mit Akne-bedingten Umsatz-Einbußen von 500 Millionen € rechnet. Diese werden sinnloserweise in anti-Akne-Creme investiert. Man muss dem Kunden bzw. Patienten nur klar machen, dass er/sie krank ist (anstatt zu erklären, dass er/sie eine ganz normale hormonelle Umstellung durchzumachen, die geringere Nebenwirkungen hat als manches Medikament gegen die Symptome; egal), aber 1,5 Milliarden Restvolumen sind ja auch nicht übel. Zweitens zeichnen sich Pubertäts – „Patienten“ durch psychische Veränderungen aus. Sie sind nämlich gegen alles, was die Elterngeneration macht,und zwar radikal. Die alten Griechen, darunter Platos Zeitgenossen, regten sich schon darüber auf, dass ihre nichtsnutzigen Kinder in Kürzeln reden, anstatt in den wohlgeformten Sätzen, auf die die Eltern so stolz waren. Das christliche Symbol des Fisches für Jesus Christus entstammt dieser Tradition, denn die lateinischen Verwendung der ersten Buchstaben von XXX, auf griechisch übersetzt, bedeutet xxx ( = Fisch auf deutsch).
Im Byzanz des 4. jahrhunderts nach Christi kleideten sich die pubertiernden Jgentlichen nach mongolischer Mode und trugen die Bärte (sobald sich diese entwickelten) nach mongolischer Mode zu einer Zeit, als Attilla der Hunne vor der Tür des letzten Postens der westlichen Welt stand und drohte, diese zu vernichten.
Es gibt noch viel mehr Beispiele aus der Geschichte, aber alle gleichen sich darin, dass die Pubertät zu einer Anti-was-Eltern-machen-Haltung führt.
Drittens: Pubertät ist eine ernsthafte, weil teure „Erkrankung“, aber nicht ansteckend.
Zurück zum Thema: Um den aktuellen Trend zu erkenne, muss man folglich nur wissen, was die Eltern machen, und das Gegenteil davon aufspüren. Was machen also die Eltern? Sie fangen seit neuestem an, sich für das Internet, für Handys und für regional orientierte Internet-Recherche zu interessieren. „Wie, der Frisör um die Ecke ist nicht im Netz? Wie krieg ich denn dann meinen Termin da?“ Das die Mutter; Vater wird vielleicht zu den nur noch 16 % der Internetz-Nutzer gehören, die Sex als Suchwort eingeben.
Was also tut das Kind? No Sex before marriage, kein Frisör, kein Internet.
Hier also die Trendprognose der Cebit 2010: Handys aus Holz, mit denen man nicht telefonieren kann. Und den guten alten Abacus, um nachzurechnen ob das Taschengeld auch stimmt, was dann ja für Mode im Westerwelle-Stil („Mami zahlt das Möwenpick, nicht der Steuerzahler“) oder für ein Gespräch mit dem aktuellen Ministerpräsidenten ausgegeben werden kann. Nicht zu vergessen: Die Kirchen bieten im Bezug auf solche Tabus bereits jetzt aktuelle Extraleistungen an, die voll im Trend sind. Sei es Fahren mit Alkohol oder Sex mit dem Pfarrer, Hauptsache immer gegen das, was die Eltern gut finden.
LOL