Frauenfussball: Die Frage der Woche

September 17, 2011

Machen wir es kurz. Nadine Angerer wird als Nachfolgerin von Birgit Prinz Kapitän der Frauen-Nationalmannschaft.

Nett, dazu gleich ein Interview in der Sportschau. Reporter  zu Nadine Angerer:
„Sie sind ja das Erbe von Birgit Prinz als neue Kapitänin angetreten. Wie fühlt sich denn die neue Binde an ?“

Ich wähle den, der…

August 24, 2011

Ich wähle den, der….

Ich wähle den, der…

August 24, 2011

Der alte 316 hatte schon was. Ein gewisses Etwas. Damit meine nicht nur die unvergleichlichen Fähigkeiten beim Ampelrennen, oder das Muskeltraining für Oberarm und Schulter wegen der fehlenden Servolenkung, auch nicht die coolen Felgen oder gar den ständig leeren Tank. Oder den dekorativen Rost. Oder die Fähigkeit, trotz des altersbedingten Ausfalls von zig elektronischen Funktionen immer fahrbereit zu bleiben. Nein, im Vergleich zu dem 2005er Mercedes Diesel hatte der 1985er BMW zuerst mal einen großen Nachteil. Das war der Durst. Mit rentnermässiger Fahrweise (Drehzahl unter 1200 halten, maximal 80 km/h) waren 9 Liter drin, aber da kann man ja auch gleich radeln. 10 bis 15 Liter Super zog sich das Schätzchen schon durch, um seine 1,4 Tonnen standesgemäß vom Fleck zu kriegen. Der Jetzige ist ein Diesel. Genau so schwer, 10 PS mehr, Verbrauch: 5 bis 7 Liter bei gleicher Fahrweise, in der Stadt bei kalter Maschine auch mal 8 – 9. Den Unterschied riecht man auch. Der Diesel  ist olfaktorisch nicht zu erfassen, während der 316 den typischen Geruch nach Oktan und PAN (Peroxyacetylnitrat) produzierte. Rennfahrer lieben es, für alle Anderen ist es einfach nur jene Verbindung, die bei unvollständiger Verbrennung von Olefinen entsteht und die brennenden Augen und Reizungen von Schleimhäuten verursacht. Gibts beim Diesel aber nicht.
Trotzdem hatte der 25 Jahre alte Stinker etwas, was einem modernen Diesel fehlt: Die grüne Plakette nämlich. Nur die saubersten Autos kriegen den „key to the city“, die Lizenz zum Shoppen. Und zum Wohnen und Arbeiten, denn die dieselfreie Zone ist verdammt groß. Es sei noch zu erwähnen, dass die Nachrüstung mit dem Dieseldingsda exakt doppelt so viel kostet wie der BMW damals. Als alter Öko ist doch klar, was ich jetzt tun werde: Den Diesel verticken, und wieder einen (inzwischen 30 Jahre alten) BMW kaufen. Das ist doch mal aktiver Umweltschutz.
So, liebe Lokalpolitik: Ich wähle den, der diese grünliche Beutelschneiderei abschafft. Ich habe 6 – 9 Stimmen abzugeben für jede der drei Kreuzchen. Also summa solarium mindestens 18 Stimmen  für die Partei, die die Umweltzone in Osnabrück wieder abschafft: Die von F., L. und von mir. Da die Wahlbeteiligung bei 50 % -X liegt, zählt jede Stimme bei der prozentualen Auswertung doppelt, und falls der Wahlkampf noch schnarchnasiger wird, vielleicht sogar dreifach.

Also auf, die „Besten“ wählen! Klare Aussage, Herr Kandidat und dreifach punkten!

Jetzt hängen Sie alle!

August 11, 2011

Mit einer gewissen Neugierde, aber ohne allzugroße Erwartungen wurden die Wahlkampfplakate der beiden noch ausstehenden Parteien für die Kommunalwahl erwartet. Und jetzt hängen Sie alle. Wer große Erwartungen hatte, sich gar klare Ansagen erhoffte, wurde erwartungsgemäß enttäuscht. Bloß nichts Konkretes, nichts versprechen: Also was ist der lokalpolitische Reisser, den die „Christlich-Demokratischen“ ins Rennen schicken?
„Pro Neumarktcenter“ wäre mal ne Ansage. „Ökostrom für die Stadtwerke“, wie wäre es damit? Oder „Kasernen zu Gewerbegebieten?“ Und weil Gegen besser zieht als Für: „Gegen Outlet-Center an der A1″, meintwegen auch noch „Neumarkt-Tunnel: Nein danke“, „Einkaufen in Osnabrück- nein Danke“, gegen die Klimazone? Alles längst gegessen, aber der dumme Wähler saugt ja jeden regionalbezogenen Brotkrümen aus der Hand der (hüstel) „Herrschenden“ gerne in sich auf.
Und bewundern dabei die Meisterwerke der Lokalpolitik, speziell der Verkehrspolitik:. An der Johannisstraße etwa machen im Wochentakt hoffnungsvolle Geschäfte auf. Aber wie etwa komme ich als potentieller Ladenbesucher aus dem Nordkreis, etwa von Bramsche aus in die Johannisstraße? Antwort: gar nicht. Ziehen Sie nach Osterkappeln oder Bohmte um, und versuchen es dann als Rechtsabbieger am Johannistorwall/Ecke Johannisstraße erneut. Ob es diese Verkehrsregelung, oder den angestrebten Laden dann noch gibt, können wir nicht garantieren. An den Taten sollt Ihr sie messen. Insofern klar, dass bei bestimmten Parteien lieber keine Lokalpolitik auf den Plakaten hängt. Eben typisch CDU.
Ach, das unverständlich, denn die Anderen haben doch Mitschuld? Zur Klarstellung: „Typisch CDU“ lautet der Slogan, der die lokalpolitische Kompetenz dieser überaus fähigen und regional fest verwurzelten Volkspartei auf den Punkt bringen soll. Dazu tanzen so ein paar Hanseln Ringelrein (vorgeschriebene Anzahl Quotenweibchen plus dem Quoten-Werktätigem mit schlecht sitzendem Helm; Rest: Lehrer), als könnten die sich noch über sich selber, und über diesen unsagbar blöden Spruch amüsieren.
Eher lachen die aber über das  „Stimmvieh“: Denn „Typisch CDU“ bedeutet konkret: schau ma mal. Welche Meinung grade mehrheitsfähig ist, da sind wir doch gleich dabei. In der Loalpolitik hat das in der Vergangenheit etwa dazu geführt, dass die durch Fukushima noch völlig verstrahlte CDU-Fraktion für die Stadt komplett auf Öko-Strom umstellen wollte. Super-Angebot der Firma XYZ. Zu einem Preis allerdings, der dem städtischen Haushalt allerdings nichts mehr als diesen besagten Ökostrom bezahlen hätte lassen. Der XYZ-Strom war so teuer (überteuert), dass sogar die Grünen, die sich sonst immer enthalten, was Politik angeht, dagegen waren. Die Lokalpresse war erst mal restlos begeistert: Grüne gegen Ökostrom, CDU dafür. Aber es hat (leider?) nicht lange gedauert, bis sagen wir mal „Details“ zu diesem konservativ-christlichen Öko-Deal, und christlich-demokratischen Beziehungen zwischen XYZ und der CDU-Spitze publik wurden. Ein klassisches „Kohle“-Kraftwerk. Typisch CDU.
Weitere Beispiele werden sicherlich noch folgen. Ich rechne fest damit, dass eine Schlagzeile wie „Windrad tötet süßen Storchenvater – Mutter und Eier hilflos“ den Atomausstieg der CDU kippen wird.
Aber was macht eigentlich die FDP? Ich hatte Plakate mit 3 + X erwartet, aber nicht mal das ist mehr das Ziel dieser in Auflösung begriffenen Partei. „Dinosaurier live erleben“ würde passen, ist aber nicht von der FDP. „Steuern rauf oder runter“? Die Schlagzeile aus dem Sonntagsblatt wäre ehrlich gewesen, was die Erwartungen der Wähler- und Wählerinnen in OS angeht. Da werden wenigstens Alternativen diskutiert. Aber geworden ist es ein ganz unverbindlicher, parteineutraler Tipp: „Wählt das Beste“. Es wird nicht näher erläutert, wer oder was“das Beste“ denn sein könnte. Die 3 + X FDP bestimmt nicht. Ich halte mich also am Wahltag an konkrete Aussagen.
Und genau deshalb wähle ich das McDonalds Job Center: „Wir brauchen dich“. Gerne. Ich komme mal vorbei, und bring auch einen Salat mit. Für was in der Politik auch immer ich gebraucht werde, ich werde da sein: Ob Innen-, Außen-, Verkehrs-, Frühstücks-, Promotions-, Verteidigungsminister; kein Problem. Und – anders als bei „Alleskönner“ Graf Xerox Guttenberg: meine Promotion ist echt!

Des Kaisers neuer Akku

Juli 27, 2011

Wir, hier im Sommerloch, sind die staunenden Zeugen eines der größten wissenschaftlichen Durchbrüche des 21. Jahrhunderts. Unser Leben ist geprägt, wenn nicht gar gezeichnet, von der Energiefrage. Solar, Wind, Steckdose, Atome: Woher soll die Energie der Zukunft kommen, und was kostet eine Kilowattstunde in Zukunft? Da kommt ein revolutionärer Durchbruch grade recht. Nein, nicht Akkus, die mehr Strom speichern, sondern transparente Akkus. Strom, der nicht mehr undurchsichtig, sondern quasi durchsichtig transparent bis unsichtbar ist. Und flexibel formbar auch noch.
Was bringt uns das denn weiter im 21. Jahrhundert, mag sich so mancher Ignorant des technisch Machbaren fragen. Denn bei einem herkömmlichen Handy (oder Laptop oder Ipad oder Elektroauto) steckt der Akku verborgen irgendwo im Gehäuse, und vibriert höchstens mal diskret.
Ein transparenter Akku ist einfach nur eine Revolution der diskreten Elektrik. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Für das neue Elektroauto, bei dem manchmal doch der E-Schumi am Steuer sitzt, ist für den warm-up in Zukunft nicht mehr nur der teure Ökostrom, der durch seine grüne Farbe im herkömmlichen Akku sofort auffällt, nötig. Transparenter Akku – diskret ein paar unsichtbare KWH des billigen Atomstromes zum verjuxen dazuladen. Yes, Toyota, so gewinnt man selbst im Arvensis Ampelrennen gegen  E-Twingo, Tante Paula E-Bikes und Segways!  Daß der Strom, der dazu verballert wurde, die gelbe Farbe mit den schwarzen Symbolen hat, wird keiner bemerken, denn der Anhänger mit dem Atomstromakku ist ja unsichtbar.
Und es gibt noch viel mehr neue Anwendungen für dieses revolutionäre Produkt.  Wer sich etwa den transparenten, flexibel formbaren Akku umschnallt, sieht auch viel schlanker aus. Und ein Iphone beispielsweise, dessen eingebauter Akku selbst in Version 5 nur 6 Stunden hält, würde extrem davon profitieren, wenn ein diskreter, aber leistungsstarker Zusatzakku verfügbar wäre. Pas de problem, dank Yuan Yang und anderen US-Forschern: Einfach eine durchsichtige Autobatterie 12 V 90 Ah anklemmen, das ist (dank der Transparenz) diskret und leistungsstark. Zwar trotzdem 20 Kg schwer, aber für 6 Stunden zusätzlicher Online-Dauer sind Apple-User ja bekanntermaßen leidenswillig. An dem transparenten Bollerwagen, auf dem man das Ding geräuscharm hinter sich her ziehen kann, sowie einem transparenten Shopper-Model zum Schieben wird noch gearbeitet.
Des Kaisers neuer Akku hat allerdings bereits jetzt ein Problem. Lange bevor die Großserie starten kann, gibt es bereits Akkuviren. Wiederum sind es US-Experten, die die designt haben, und gleichzeitig schon mal davor warnen.
Norton Anti-Akku-Virus steckt, nach eigenen Angaben, noch in den Kinderschuhen, wurde aber schon tausenfach an zukünftige Nutzer/innen transparenter Akkus verkauft. Denn:  perfide Hacker könnten unsichtbare Akkus wahlweise zur Explosion bringen (Attentat! Attentat!!) und Panik und Katastrophen auslösen, oder, noch viel schlimmer, die Bollerwagen mit dem „transparenten“ Akku darauf sichtbar machen. Und den vermeinlich schlanken Körper, verborgen hinter einem flexiblen,  transparenten 12V 90 Ah Bleiakkumulator, wieder in voller Beleibtheit sichtbar machen.
Nicht auszudenken, sowas.

Hängt Sie noch höher!

Juli 24, 2011

Zwei kurze Anmerkungen dazu: Hängt Sie höher!.
Zuerst mal weist die SPD Osnabrück im Sonntagsblatt darauf hin, daß alle Plakate nach bestem Wissen und Gewissen, sowie in Absprache mit Behörden und Polizei angebracht wurden. Wer sich durch ein Plakat, zum Beispiel direkt vor dem Fenster (wie in der Parkstraße) gestört fühlt, soll doch den Kandidaten anrufen, der sendet innerhalb von 24 Stunden seine Parteisoldaten aus, die klären das. Nett. Wer aber selber Hand an die Plakate legt, begeht Sachbeschädigung nach Paragraf soundso, und wird angezeigt. Nicht nett.

Und zweitens: Lokalpolitik auf dem Plakat, diesmal Meck-Pom.
Die meisten weden es eh kennen: Die Plakat-Kampagne „C wie Zukunft“ der CDU.  Die Zukunft hat ohne Zweifel viel zu bieten, nur der Buchstabe C gehört sicherlich nicht dazu. Oder ist das endlich mal ein lokalpolitischer Bezug (Kampagne „Kampf dem Vitaminmangel“, oder was anderes, was ich allerdings nicht verstehe?).

Hängt Sie höher!

Juli 23, 2011

Es muss wieder mal eine Wahl anstehen. In unserem beschaulichen Städtchen fahren ganze PKW-Kolonnen, bestehend aus Öko-Polos und Akku-Arvensis, dicken Merzedessen und rostigen Twingos rum, und halten in Kolonnenform an den unmöglichsten Stellen an. Meist auf dem Radweg. Mit Warnblinke zumindest, sofern die es denn noch tut. Dicke Lehrerinnen entsteigen diesen Personenkraftwagen, entladen niedliche Hornbach-Trittleiterchen, und krabbeln hoch, um an gewissen Bäumen, Ampelmasten und allem anderen, was geeignet aussieht, Plakate aufzuhängen. Und sich nach dem erfolgten Hängen mit der neusten Aldi-Digicam dann vor dem frischen Plakat von dem einzigen Mann, der aussieht wie ein Musiklehrer, mehrfach knipsen zu lassen. Cheese – FLASH. Manchmal ist der Musiklehrer auch auf dem Plakat dahinter zu erkennen.
Es handelt sich offensichtlich nicht um Models, die für solche lokalen Highlights wie den Entdeckertipps für den Westerkappelner Fahrradbus ,

(da scheint es außer Fahrrädern auch Kaffee und einiges mehr zum Entdecken zu geben), Tragödien wie „Nachtbus N10 von Osnabrück nach Mettingen seit 10 Jahren unterwegs“ (mit der Ankunft wird 2012 gerechnet), oder den Bramscher Teckelklub, der zur Zuchtschau einläd,  posieren. Gemäß der lokalen Monopol-Presse sind das die highlights, die unsere Stadt bewegen, oder zu bewegen haben.
Trotzdem falsch geraten, was die Intention dieser Leute mit den Autos mit der Warnblinkanlage und der Trittleiter auf den Radwegen angeht. Denn: In 6 Wochen sind Wahlen. Nur Lokalwahlen, Kommunalwahlen genannt, also keine TV-Highlights a la „Wird Obama doch noch Geld kriegen um die Usa liquide zu halten“. Sondern nur so ein Kleinkram, der nur uns hier vor Ort was angeht.  Teckel hin, Fahradbus her. Gewisse Probleme, die eine politische Lösung verlangen, gibt es schon. Umweltzone? Kasernengelände? Industrieansiedlungen im Kasernengelände? Kita-Plätze? Neumarkttunnel? Straßenbau? Neue Wohn- oder Gewerbegebiete ausweisen? Zimmersteuer? Kredite oder Bürgschaften für den VFL? Und einiges Mehr, da ist sich der Rat (CDU/FDP) weiss Gott nicht einig. Und mit dem frei gewählten OB Boris Pistorius (SPD) erst recht nicht. Sein Bruder Harald schreibt bis zur Selbstaufgabe für den VFL, das muss reichen, um Boris populär zu halten. Obwohl der VFL sowieso kein Geld von der Stadt kriegt. Kicker, Bild und Spiegel schreiben, toll, dass Wiesbaden, Sandhausen, Braunschweig oder Darmstadt dank der kommunalen Kreditgeber im Fussball Reklame für die Städte machen; Boris Pistorius (SPD) sagt: Wir haben kein Geld für den VFL, der steigt sowieso auf . Oder ab. Und damit hat er zwar jedes mal recht, aber außer dem VFL kennt bundesweit niemand irgendwas von Osnabrück (wer weiß schon, daß Reno-Schuhe oder Schlecker von hier sind?), und berichtet deshalb auch nicht über Osnabrück.

Was hängen die übergewichtigen Lehrerinnen aus den Öko-Autos denn nun an die Bäume und Ampelmasten, um den Kommunalen Wahlkampf zu befeuern, und Position zu diesen Fragen zu beziehen? Antwort: Osnabrück. Gemeinsam. Stark.  Und manchmal noch was an Text in hellrot auf hellgrün, was keine Sau lesen kann. Und, fast als wenn es peinlich wäre, ganz klein unten SPD Osnabrück.
Ist diese Dummbatzigkeit noch zu toppen? Traurige Antwort: Ja. Frage: Wie? Antwort: Komm auf die Rote Seite der Macht. Magere, verhärmte Aktivistinnen der Linkspartei haben diese Plakate vom Fahrrad aus aufgehängt. Tiefer, weil ohne Trittleiterchen. Und die wenigen Grünen, die noch nicht 100 % siegessicher sind, und die noch nicht zu sehr in „energy farming“ involved sind, sondern Zeit haben, hängen „Wir bewegen was“ auf. Mit energetisierenden Bildchen vom Windrad oder was Solarem drauf.
Merkel und deren CDU hängen vorsichtshalber erst mal gar nichts auf. Sehr cool. Diese Partei weiß, wie man Kosten minimiert. Dumme Parolen wie “ die rote Seite der Macht“, oder “ Gemeinsam. Stark“ taugen bestenfalls dazu, den Hintergrund für ein Foto mit dicken Lehrerinnen („seufz weißt du noch, damals vor der Wahl, auf der Hormbach-Trittleiter ..“)  zu geben. Echte Lokalpolitik geht anders. Die CDU 2011 denkt offensichtlich genau so praktisch wie die Bundespartei. „Wir warten auf ein Thema einer anderen Partei, das gut ankommt, übernehmen die Volksmeinung, und dann kopieren wir das einfach. Hat beim Atom doch prima funktioniert“. Vielleicht erinnert die sich auch daran, dass die lästige FDP nur deshalb im Rat sitzt, weil die bei der letzten Wahl bei den Doktorsfrauen am Westerberg satte Prozente geholt hat mit dem Plakat „Hier muss eine Ampel hin“, just an der Stelle, wo die Medizinergattinen mit ihren Geländewagen bislang jeden Sonntag morgen einen fetten Crash gebaut hatten.
DAS, liebe Leute, das  ist Lokalpolitik!! Und die FDP-Ampel steht  immer noch und funktioniert sogar meistens. Und das ist, angesichts der Tatsache, dass es sich um eine politische Entscheidung gehandelt hat, am allererstaunlichsten.

Osnastark, gemein, brücksam.

News aus dem Sommerloch (1)

Juli 17, 2011

Facebook – Danger Danger! Internet-Experte und Oscar-Preisträger Matt Damon (40) gibt in der Sonntäglichen Online-NOZ  seine Erfahrungen mit Facebook preis. Und die sind nicht gut. Oscar-Preisträger Damon hat, obwohl er seit fast 40 Jahren international bekannter Internet-Experte ist und u. a. dafür mehrfach mit dem Oskar ausgezeichnet wurde, „immer noch nicht realisiert, was diese Medien uns antun“.
Klar, dass sich jedes moderne Pärchen beim Sex filmt, aber, so Matt Damon, bestünde die Gefahr, dass grade die Videos, die man bei Facebook eingestellt hat, auch von anderen, wenn nicht gar Fremden, angesehen werden könnten.  Ob Facebook diese Sicherheitslücke bekannt ist, liess Damon (40) offen.
Damon (40), der nach eigenen Angaben „ein ganz normales Leben“ führt, wird das in Zukunft jedenfalls nicht mehr machen. Als Begründung gab der 40-jährige an, „er hätte eine Frau geheiratet, die keine Schauspielerin ist“.

Das Diesel-Lotto: Mitmachen und sofort an der Tankstelle gewinnen

Juli 3, 2011

Wow. Und Diesel-Lotto klingt doch viel besser als Preisabsprache, E10 oder Manipulation. Mitmachen muss jeder, auch ich. Und gleich ein satter Geldgewinn Samstag an der Tanke an der Iburger. Ich wohne in ziemlich genau gleichem Abstand von drei Großmärkten, die für den Wochenend-Einkauf alles im Angebot haben. Und unterwegs gibt es Tankstellen, die den Durst unseres Autos befriedigen. Kaufe ich die F-Stäbchen für Sonntag bei real, kann ich 50 Cent sparen, gibt es zum Frühstück Cantaloop, kann ich bei Marktkauf 60 Cent sparen. Der Schluck-Viel-und-Gut-Getränkemarkt hat regionale Angebote zum Schnäpp(s)chenpreis,  was ja für einen alten Osnabrücker Öko wie mich Grund genug sein sollte:Verglichen mit mexikanischem Bier, australischem Wein oder grönländischen Eiswürfeln ist das zweifelsohne "Regional voll total super"

Verglichen mit mexikanischem Bier, australischem Wein oder grönländischen Eiswürfeln ist das zweifelsohne „Regional voll total super“, aber da werde ich trotzdem nicht vorbei fahren, denn es liegen keine Tankstellen auf dem Weg. Denn die Überlegung, anstatt 1 Euro für Quark, Gurken, regionales bayerisches Bier oder heimische Melonen zu sparen, tritt natürlich in den Hintergrund, wenn das Auto Durst hat. Die ganze Woche war der Dieselpreis deutlich über 1,40 komma 9, die letzte 5 -Euro-Notbetankung gab es für 1,449 €/L.
Am Samstag war, nach intensiver Marktbeobachtung, Marktkauf in Nahne das Los der Wahl, denn unterwegs liegt mein Geheimtipp für das große Diesel-Los. Die Marktkauf-Tanke ist (trotz 2 Cent Kundenrabatt)  allerdings Gammel, seit Shell das gekauft hat. Aber an der Iburger gibt es eine Shell und eine Jet-Tankstelle. Meine Diesellotto-Intuition sagt: An diesem Tag, um diese Zeit, ist Jet ein heißer Kandidat.
Und falls nicht: Der Weg ist das Ziel, aber dieser Weg war der Richtige. Beim Jet gab es Diesel für 1,339 €. Volltanken – 6,60 € gespart. Scheiss auf die 60 Cent für F-Stäbchen beim real, oder 33 Cent für Gouda beim Kaufrausch oder so (ehem. Ratio).

Aber was ist überhaupt los mit dem Benzin, respektive Dieselpreis? An der Hannoverschen macht Jet neu auf, direkt gegenüber der etablierten Tanken, und der Preis läuft Amok. Jet: 1,399, Westfalen: 1,41999, Shell: 1,43999. Eine Stunde später: Alles umgekehrt. Und das überall. An der Hansastraße gibt es drei Tankstellen. Die Araltanke nimmt 1,449, Jet 1,379, und die normalerweise billgste freie Tankstelle (1 Cent unter Jet) spielt gar nicht mit und zeigt 2,409 € pro Liter an. Leider zeigte mir aber genau diese Tanke heute, dass ich am Samstag nur den zweiten Platz gelost hatte. Diesel für 1,319, Jet nebenan nimmt schon wieder 10 Cent mehr (1,419). Tja, schwache Nerven, und daher fast 1 € verschenkt.

Aber wie kann das dazu kommen?
Früher, vor der zeit der Lotterie, war Benzin bzw. Diesel Montags billig. Das spaltete sich mit der Zeit auf in Konzerne, die sich vor bewegen (schon Sonntags billig), und solche, die sich zurück bewegen (erst Dienstag billig). Aber dabei ging es um maximal 3 Cent pro Liter, und nicht um 11 oder 14 oder mehr, wie jetzt. Dann kam E10, und verwirrte die Autobetanker.

Meine Erklärung: Die Boykott-Bewegung bei facebook zeigt langsam Wirkung. Bestimmte, willkürlich ausgewählte Tankstellen-Marken werden nicht mehr besucht, und müssen daher am Preis etwas tun. Geplant war, daß die die Preise senken müssen, wenn keiner mehr zum Tanken kommt. Aber leider zieht die ganze Mafia (Markentanke plus Freie und Billigmarken) mit.
Ich habe mich lange gefragt, wie diese geniale Methode zum Stop des Preiswahnes durch die Mineralölkonzerne gekontert werden kann, und jetzt sehen wir die Lösung. Und die ist genial, das muss ich neidlos anerkennen.
Völlig wahllose Preissenkungen und Preiserhöhugen bei den am Lotto teilnehmenden Tankstellen (und das sind alle). Verbraucher, kauft nicht bei Aral und Co. Das war mal das Motto,  aber was, wenn Aral plötzlich 10 Cent billiger ist als die freie Tankstelle nebenan? Wenn der Preis auch nur für 90 Minuten gilt, in dieser Zeit ist der Boykott schon sabotiert, weil die freie Tankstelle eben mitspielt und erst Stunden später erhöht. Sonst bestände ja der Verdacht auf Preisabsprachen.
Ich ziehe neidisch meinen Hut vor der oder dem, der/die sich diese Konterstrategie bei den Mineralölkonzernen ausgedacht hat, und alle unter einen Hut gekriegt hat. Oder waren die nicht vielleicht schon immer unter diesem, einen Hut?

Ehec – die Gurkengrippe: Das Ende der Grünen ist nahe

Juni 11, 2011

Ehec – die Gurkengrippe: Das Ende der Grünen ist nahe.


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